Das Ergebnis kam zwar erst in der Schlussphase zustande und stellt eigentlich auch den Spielverlauf auf den Kopf, doch Asbachs Coach Norbert Rickert brachte bereits kurz vor Halbzeit auf den Punkt, was er vom einfallslosen und unkonzentrierten Auftritt seiner Mannschaft hielt: „Ich krieg’ die Krise, wenn ich das sehe“, brüllte er aufs Feld. Da lag der SVA aber erst mit 0:1 zurück. Dörnbergs Routinier Andreas Schulze hatte die defensiven Gäste nach 28 Minuten mit deren erster Chance überraschend in Führung gebracht. Dabei ließ Pascal Kemper Asbachs Stephan Wiegand an der Torauslinie stehen wie einen Schuljungen und passte nach innen. Bitter für Wiegand, der stark begonnen hatte und zuvor auf der linken Seite beinahe an jedem Angriff des SVA beteiligt war.
Auch beim 0:2 sollte Wiegand eine entscheidende Rolle zukommen. Seinen verunglückten Kopfball etwa 40 Meter vor dem eigenen Tor nutzen die Gäste zu einem schnellen Konter. Ein Foul, ein berechtigter Pfiff: Elfmeter. Den verwandelte Kemper in der 65. Minute: 0:2. Kurz zuvor hatte Andy Pannek die größte und bis dato einzig echte Chance der Gastgeber vergeben, als er einen Kopfball ans Außennetz setzte. Mehr als zwei Mini-Möglichkeiten von David André Hugo (8., 15.), hatten die nicht einmal 150 Zuschauer zuvor nicht vom SVA gesehen.
Asbach spielte zwar 90 Minuten nach vorn, ließ dabei aber Ideen und vor allem Struktur vermissen. In der ersten Halbzeit ging’s stur über links, nach dem Wechsel dann über rechts. Einem dieser Angriff entsprang aber das 1:2, das noch einmal Hoffnung gab. Christian Pfeiffers abgefälschte Hereingabe bugsierte Fabian Kallée irgendwie per Kopf über die Linie (77.). Sollte da vielleicht doch noch etwas gehen? Nein. Nach Christoph Wiegands Fehlpass in der eigenen Hälfte traf Namensvetter Timo Wiegand für Dörnberg auf Zuspiel von Kemper zum 1:3 (82.). Kemper selbst setzte dann wenig später mit einem (haltbaren) Freistoß in den rechten Torwinkel den Schlusspunkt zum 1:4.
SVA: Borrmann - S.Wiegand, C.Wiegand, Ebinger (29.Galbas), Hess - Pannek, Wenig, Schuch, Pfeiffer - Hugo, Kallée.
SR: Sabine Stadler (Gläserzell) - Z: 120
Tore: 0:1 Schulze (28.), 0:2 Kemper (65.), 1:2 Kallée (77.), 1:3 Wiegand (82.), 1:4 Kemper (85.)
Von Sascha Herrmann



























