Oberbreitzbach. Seelenruhig sitzt Maike Tischer auf ihrem Stuhl am Fuße des Spielfeldes, gespannt beobachtet sie das Geschehen auf der gegenüberliegenden Seite. Mit halbmondförmig geöffneten Stäben aus Plastik schieben zwei Frauen bunte Scheiben in ihre Richtung, um sie herum ist es still. Als nächstes ist Maike an der Reihe, mit 20 Punkten liegt sie hinter ihrer Gegnerin aus Kanada. Bloß vier Scheiben bleiben ihr, um das Spiel zu drehen. Wahnsinnig spannend, doch von Aufregung fehlt jede Spur.

Tipps vom Weltmeister: Der deutsche Nachwuchsspieler Marcel Hinkel holt sich Rat beim US-Star, Jim Bailey.
Maike ist 16 Jahre alt und eine der jüngsten Teilnehmerinnen bei der 28. Shuffleboard Team-Weltmeisterschaft in Hohenroda. Gemeinsam mit neun anderen Frauen tritt sie im Wettkampf der Damen für Deutschland an. Ihre Gegnerinnen sind im Durchschnitt 50 Jahre älter als Maike und kommen aus allen Teilen der Welt. Dennoch fühlt sich die Langenselbolderin wohl. „Es herrscht ein super Klima hier“, erzählt sie mit strahlenden Augen. „die Leute sind alle total nett.“
Seit eineinhalb Jahren spielt Maike Shuffleboard. Erste Erfahrungen hat sie gesammelt als sie bei einem Turnier nicht bloß zugesehen, sondern sofort mitgespielt hat. „Da bin ich dann gleich dabei geblieben,“ erzählt sie. Ausgerichtet wurde der Wettbewerb damals von der German Shuffleboard Association. Heinz-Dieter Hußmann, selbst aktiver Shuffleboarder, hat diese Ende 2005 ins Leben gerufen und steht ihr seitdem als Präsident vor.
Zu ihnen zählt auch Earl Ball, Präsident der International Shuffleboard Association. Seit 13 Jahren ist der rüstige Rentner aus Florida begeisterter Anhänger des Spiels. „Eigentlich wollte ich damals ja Golf spielen“, erinnert er sich mit einem Lächeln, „dann habe ich mit dem Shuffleboard begonnen.“ Etwa 40 Stunden in der Woche hat Ball anfangs mit „seinem Sport“ verbracht. „In den Sommermonaten habe ich jede Woche zwei Turniere gespielt“, erzählt er.
Heute tritt Earl Ball ein bisschen kürzer. Nach zwei Hüft-OPs müsse man das tun. Dass er jedoch nichts verlernt hat, beweist er zur Zeit in Hohenroda. Vor dem letzten Spieltag steht er bei den Herren auf Platz drei der Bestenliste.
Von solchen Platzierungen kann Maike Tischer bislang nur träumen. Beim Shuffleboard kommt es oft auf Erfahrung an, beim Zielen der Scheibe zählt sowohl der Gedanke als auch die Ausführung. Auch heute soll die Erfahrung siegen. Die Kanadierin kann erneut punkten und Maike verliert ihr Spiel. „Macht nichts!“, sagt die 16-Jährige mit einem Lächeln auf den Lippen und umarmt ihre Gegnerin. „Man lernt eine Menge wenn man gegen die erfahrenen Leute spielt“, fügt sie hinzu. „Und es macht Spaß, das ist die Hauptsache.“
Von Kristina Marth
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| Platz | Mannschaft | Tore | Diff | Punkte |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Borussia Dortmund | 80:25 | 55 | 81 |
| 2 | FC Bayern | 77:22 | 55 | 73 |
| 3 | FC Schalke 04 | 74:44 | 30 | 64 |
| 4 | Mönchengladbach | 49:24 | 25 | 60 |
| 5 | Bayer Leverkusen | 52:44 | 8 | 54 |
| 6 | VfB Stuttgart | 63:46 | 17 | 53 |
| 7 | Hannover 96 | 41:45 | -4 | 48 |
| 8 | VfL Wolfsburg | 47:60 | -13 | 44 |
| 9 | Werder Bremen | 49:58 | -9 | 42 |
| 10 | 1. FC Nürnberg | 38:49 | -11 | 42 |
| 11 | 1899 Hoffenheim | 41:47 | -6 | 41 |
| 12 | SC Freiburg | 45:61 | -16 | 40 |
| 13 | FSV Mainz 05 | 47:51 | -4 | 39 |
| 14 | FC Augsburg | 36:49 | -13 | 38 |
| 15 | Hamburger SV | 35:57 | -22 | 36 |
| 16 | Hertha BSC Berlin | 38:64 | -26 | 31 |
| 17 | 1. FC Köln | 39:75 | -36 | 30 |
| 18 | 1. FC Kaiserslautern | 24:54 | -30 | 23 |
für den 34. Spieltag
| Heim | Gast | Spiel |
|---|---|---|
| 1. FC Nürnberg | Bayer Leverkusen | 1:4 |
| 1. FC Köln | FC Bayern | 1:4 |
| Werder Bremen | FC Schalke 04 | 2:3 |
| FC Augsburg | Hamburger SV | 1:0 |
| Borussia Dortmund | SC Freiburg | 4:0 |
| Hannover 96 | 1. FC Kaiserslautern | 2:1 |
| Hertha BSC Berlin | 1899 Hoffenheim | 3:1 |
| VfB Stuttgart | VfL Wolfsburg | 3:2 |
| FSV Mainz 05 | Mönchengladbach | 0:3 |



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