223.01.1223.01.12|Regionalsport|
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ransbach. Eigentlich bedurfte es keines Beweises für die Attraktivität des ReserveCups, den der TSV Ransbach am Wochenende zum 20. Mal ausrichtete. Stefan Draut lieferte ihn dennoch. „Das ist das geilste Turnier hier im Hallenfußball. Die Zuschauer gehen mit“, urteilte der Spielertrainer der SG Niederaula/Hattenbach.

Packendes Duell aus dem Endspiel: Markus Ruppel (Philippsthal, links) gegen Hohenrodas Tim Emmerich. Fotos (2): Hartmann
Draut kann man durchaus als Kind des ReserveCups bezeichnen. Zum sechsten Mal war er dabei in Ransbach, 2005 siegte die SGN, zwei Jahre zuvor scheiterte sie erst im Endspiel am TSV Ausbach nach Golden Goal.
Diesmal reichte es zum dritten Platz. „Wichtig für uns war, wieder mal ein bisschen Erfolg zu haben“, sagte Draut, „spielerisch haben wir ein gute Leistung gebracht. Ich hoffe, dass uns das Auftrieb gibt für den Rest der Runde im Freien.“
Zum dritten Mal in der Geschichte des Wettbewerbs wurde ein Endspiel per Golden Goal entschieden. 2003 gelang dies dem TSV Ausbach, drei Jahre später dem TSV Lengers. Erstmals gewann der VfL Philippsthal den ReserveCup, bei seiner 20. Austragung war der VfL der 16. Sieger - auch das belegt, dass das Turnier in der Eigendynamik und Spannung des Hallenfußballs unberechenbar anziehend ist. In der „Ewigen Tabelle“ bleibt der TSV Ufhausen, der diesmal in seiner starken Zwischenrunden-Gruppe mit Burghaun, Geisa und Wölf scheiterte, vorn. Auch wenn sein Vorsprung gegenüber dem Zweiten, dem SV Steinbach, auf 23 Punkte geschmolzen ist.
Dass reichlich Tore fielen, verlieh dem Reservecup auch jetzt seine Würze. 538 waren es in 112 Spielen - 4,8 pro Partie. Die Trefferzahl nach 20 Jahren: 10195.
Was das Niveau betrifft, muss man in der Vorrunde bisweilen die Augen etwas zusammenkneifen. Nicht aber in der Zwischen- und Endrunde. Als Individualfußballer machte da vor allem einer Spaß: Tobias Hellmann, 21-jähriger Zugang des TSV Lengers. Er durfte mitmachen, da er für seinen neuen Verein (logischerweise) noch kein Spiel bestritten hatte.
Seine Schnelligkeit, auch im Antritt, Beweglichkeit, Leichtfüßigkeit und Torgefahr waren eine Augenweide. Sein Team, dem auch „Rückkehrer“ Daniel Schäfer angehörte, trumpfte lange auf - ehe ihm im Halbfinale gegen Hohenrodas junge Vertretung die Puste ausging. „Da hat uns die Kraft gefehlt“, meinte Hellmann, „trotzdem hat es Spaß gemacht“.
Von Walter Kell
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