hauneck. Nach insgesamt 18 Jahren bei der HSG Eitra/Oberhaun hat Handballer René Hermann angekündigt, seine Karriere beenden zu wollen. Wir haben mit dem 38-Jährigen gesprochen.

Ein halbes Leben für Eitra am Ball: René Hermann, Spielmacher der HSG Eitra/Oberhaun, wird seine Karriere nach einem Rippenbruch beenden. Foto: Eyert
Die wichtigste Frage zuerst: Wie geht es Ihnen nach Ihrem Rippenbruch, Herr Hermann?
René Hermann: Soweit schon wieder ganz gut. Ich kann mich normal bewegen und schmerzfrei schlafen (lacht). Husten und Niesen geht aber gar nicht. In ein oder zwei Wochen kann ich wohl wieder arbeiten. An Sport ist aber frühestens in sechs Wochen wieder zu denken. Aber es besteht dann halt jederzeit die Gefahr, dass die Rippe wieder bricht.
Wie ist es eigentlich zu der Verletzung gekommen?
Hermann: Ich kann es gar nicht so genau sagen. Ich hatte eigentlich nur noch den Torwart von Dutenhofen vor mir und plötzlich habe ich seitlich von links einen Schlag bekommen. Es war eigentlich eine sinnlose Aktion des Gegners, denn er konnte mich gar nicht mehr am Wurf hindern.
Und jetzt haben Sie die Nase voll und wollen nicht mehr...
Hermann: Nein, so kann man das nicht sagen. Ich wollte ja eigentlich nach der letzten Saison schon aufhören. Nach dem Aufstieg habe ich mich dann aber schnell von unserem Trainer Jörg Ley und den Verantwortlichen überreden lassen, noch eine Saison zu spielen. Ich wollte niemanden hängen lassen und für mich war es mit 37 ja auch ein Abenteuer, nochmal in der Oberliga zu spielen.
Haben Sie diese Entscheidung bereut?
Hermann: Nein, auf keinen Fall. Man kann ja auch aus negativen Erfahrungen hintenraus etwas Positives mitnehmen. Sportlich ist es natürlich bislang nicht gut gelaufen, aber ich konnte vorher eigentlich auch ganz gut einschätzen, dass für uns mit unserem Personal wohl nicht mehr drin sein wird.
Die HSG wird direkt wieder absteigen, oder?
Warum hat es nicht gereicht?
Hermann: Da gibt es mehrere Punkte. Das fängt in der Vorbereitung an, wo wir wegen Verletzungen oder Urlauben nie wirklich komplett waren. Außerdem ist unser Kader zu dünn und bietet zu wenig Alternativen, um auch den Leistungsträgern mal eine Verschnaufpause zu gönnen. Und unsere Mannschaft ist, mich jetzt mal ausgenommen, sehr jung. Da passieren eben Fehler, die die Gegner in der Oberliga konsequent ausnutzen. Und so verlierst du dann eben die Spiele.
Wie fällt denn Ihre persönliche Bilanz aus?
Hermann: Das ist schwer zu sagen. Ob ich jetzt eine gute Rolle gespielt habe, kann ich gar nicht so richtig beurteilen. Ich höre zwar oft, dass ich der Mannschaft noch immer helfe und das Spiel gut ankurble, aber wirklich zufrieden bin ich mit meiner Leistung auch nicht.
Und deshalb soll nach dieser Saison Schluss sein?
Hermann: Nein, das ist nicht der Grund. Aber irgendwann muss doch mal Schluss sein. Diese Saison war ja schon die Verlängerung für mich, wenn man so will. Auch wenn einige jetzt sagen werden, dass man mit einem Abstieg doch nicht aufhört. Da stehe ich drüber.
Wo und wie sehen Sie Ihre sportliche Zukunft?
Hermann: Weiß ich noch gar nicht. Ich möchte eigentlich mal ein Jahr lang gar nichts machen und einfach nur Handball anschauen. Einmal die Woche werde ich sicherlich auch noch bei der HSG mittrainieren. Wenn der Jörg mich braucht, mache ich auch gern den Co-Trainer, keine Frage. Wenn nicht, werde ich irgendwann sicher wieder eine Mannschaft übernehmen.
Und wie sehen Sie die Zukunft der HSG?
Hermann: Die Mannschaft ist noch jung. Wenn Sie auch nach dem Abstieg zusammenbleibt und sich sammelt, sind die Perspektiven da, um vielleicht in zwei Jahren noch einmal die Oberliga anzugreifen.
Von Sascha Herrmann
Facebook 'Activity Feed' wird geladen...

| Platz | Mannschaft | Tore | Diff | Punkte |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Borussia Dortmund | 80:25 | 55 | 81 |
| 2 | FC Bayern | 77:22 | 55 | 73 |
| 3 | FC Schalke 04 | 74:44 | 30 | 64 |
| 4 | Mönchengladbach | 49:24 | 25 | 60 |
| 5 | Bayer Leverkusen | 52:44 | 8 | 54 |
| 6 | VfB Stuttgart | 63:46 | 17 | 53 |
| 7 | Hannover 96 | 41:45 | -4 | 48 |
| 8 | VfL Wolfsburg | 47:60 | -13 | 44 |
| 9 | Werder Bremen | 49:58 | -9 | 42 |
| 10 | 1. FC Nürnberg | 38:49 | -11 | 42 |
| 11 | 1899 Hoffenheim | 41:47 | -6 | 41 |
| 12 | SC Freiburg | 45:61 | -16 | 40 |
| 13 | FSV Mainz 05 | 47:51 | -4 | 39 |
| 14 | FC Augsburg | 36:49 | -13 | 38 |
| 15 | Hamburger SV | 35:57 | -22 | 36 |
| 16 | Hertha BSC Berlin | 38:64 | -26 | 31 |
| 17 | 1. FC Köln | 39:75 | -36 | 30 |
| 18 | 1. FC Kaiserslautern | 24:54 | -30 | 23 |
für den 34. Spieltag
| Heim | Gast | Spiel |
|---|---|---|
| 1. FC Nürnberg | Bayer Leverkusen | 1:4 |
| 1. FC Köln | FC Bayern | 1:4 |
| Werder Bremen | FC Schalke 04 | 2:3 |
| FC Augsburg | Hamburger SV | 1:0 |
| Borussia Dortmund | SC Freiburg | 4:0 |
| Hannover 96 | 1. FC Kaiserslautern | 2:1 |
| Hertha BSC Berlin | 1899 Hoffenheim | 3:1 |
| VfB Stuttgart | VfL Wolfsburg | 3:2 |
| FSV Mainz 05 | Mönchengladbach | 0:3 |



Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.