Auf Frank Eidams Facebook-Profil stehen immer noch die Bilder aus seiner Gensunger Zeit. Das Mannschaftsfoto vor der Burg Felsberg mit Kai Hüter, Jonggi Pasaribu und Dino Duketis, die Szenenfotos von den spannenden Handball-Zweitligaspielen in der engen Gudensberger Halle. Und die alten Kollegen schreiben regelmäßig auf seine Pinwand. „Ich treff’ mich mit ihnen, bin oft zu den Geburtstagen in Nordhessen. Und wenn es der Spielplan zulässt, bin ich auch bei den Heimspielen da“, meint der gebürtige Oberhauner.

Frank Eidam (links) im Trikot der TSG Groß-Bieberau: Der Oberhauner denkt gerne an seine große Zeit in Gensungen zurück. Foto: Pfliegensdörfer
Der Spielplan seines neuen Vereins ist der der TSG Groß-Bieberau in der Nähe von Darmstadt, ebenfalls dritte Liga. Es ist dieselbe Klasse, allerdings die Südgruppe. In Groß-Bieberau spielt er zusammen mit den Rybakow-Brüdern, Florian Bauer oder Felix Beck, die bereits schon Erstliga-Luft geschnuppert haben.
Nach Groß-Bieberau bei Darmstadt ist er durch den Beruf gekommen. Eidam ist heute Lehrer an der Kinzigtalschule in Schlüchtern, wo er auch wohnt. Seine Fächer: Wirtschaft und - natürlich - Sport. „Ich bin gerade in einer Phase, in der ich mich neu ausrichte. Ich muss an die Zukunft denken, meinen Beruf, obwohl ich immer noch gerne Sportler bin“, meint der 29-Jährige. Fast ein Jahrzehnt lang ist sein Leben nur durch den Handball bestimmt worden. Acht Jahre war er während seines Studiums in Kassel in Gensungen. Sieben Jahre davon spielte er als Ideengeber im Rückraum auf der Mitteposition mit Gensungen in der zweiten, ein Jahr in der dritten Liga.
In Gensungen erlebte er tolle Zeiten, obwohl seine Mannschaft fast immer um den Klassenerhalt kämpfte. „Wir sind oft nur ganz knapp am Abstieg vorbei geschrammt“, sagt er. Aber die Nicht-Abstiegspartys waren fast genauso gut wie eine Aufstiegsfeier.
In Groß-Bieberau sind die Erwartungen derzeit höher geschraubt. Zurzeit belegt die Mannschaft, die im letzten Jahr den Aufstieg knapp verpasste, den zweiten Platz in der dritten Liga. Der Schritt, in die eingleisige zweite Liga aufzusteigen, wird aus finanziellen Gründen sehr kritisch betrachtet. „Wir haben auch nur drei- bis vierhundert Zuschauer“, sagt Eidam.
Auch wenn er seine Gensunger Teamkollegen noch oft besucht, beim heutigen Spiel in Heringen kann er nicht mit dabeisein. Er fährt zu seiner Freundin Annika nach Nordrhein-Westfalen. Sein größter beruflicher Wunsch ist es, einmal in die Heimat zurückzukehren: Als Sportlehrer am Obersberg.
Von Hartmut Wenzel
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| Platz | Mannschaft | Tore | Diff | Punkte |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Borussia Dortmund | 80:25 | 55 | 81 |
| 2 | FC Bayern | 77:22 | 55 | 73 |
| 3 | FC Schalke 04 | 74:44 | 30 | 64 |
| 4 | Mönchengladbach | 49:24 | 25 | 60 |
| 5 | Bayer Leverkusen | 52:44 | 8 | 54 |
| 6 | VfB Stuttgart | 63:46 | 17 | 53 |
| 7 | Hannover 96 | 41:45 | -4 | 48 |
| 8 | VfL Wolfsburg | 47:60 | -13 | 44 |
| 9 | Werder Bremen | 49:58 | -9 | 42 |
| 10 | 1. FC Nürnberg | 38:49 | -11 | 42 |
| 11 | 1899 Hoffenheim | 41:47 | -6 | 41 |
| 12 | SC Freiburg | 45:61 | -16 | 40 |
| 13 | FSV Mainz 05 | 47:51 | -4 | 39 |
| 14 | FC Augsburg | 36:49 | -13 | 38 |
| 15 | Hamburger SV | 35:57 | -22 | 36 |
| 16 | Hertha BSC Berlin | 38:64 | -26 | 31 |
| 17 | 1. FC Köln | 39:75 | -36 | 30 |
| 18 | 1. FC Kaiserslautern | 24:54 | -30 | 23 |
für den 34. Spieltag
| Heim | Gast | Spiel |
|---|---|---|
| 1. FC Nürnberg | Bayer Leverkusen | 1:4 |
| 1. FC Köln | FC Bayern | 1:4 |
| Werder Bremen | FC Schalke 04 | 2:3 |
| FC Augsburg | Hamburger SV | 1:0 |
| Borussia Dortmund | SC Freiburg | 4:0 |
| Hannover 96 | 1. FC Kaiserslautern | 2:1 |
| Hertha BSC Berlin | 1899 Hoffenheim | 3:1 |
| VfB Stuttgart | VfL Wolfsburg | 3:2 |
| FSV Mainz 05 | Mönchengladbach | 0:3 |



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