208.03.1008.03.10|Regionalsport|
|
|Schrift
a /
A||
bad hersfeld. Den wichtigsten Satz, den hatte sich Hans-Joachim Ursinus für den Schluss des Telefonats aufgehoben. „Vor einigen Wochen hätten wir dieses Spiel noch aus der Hand gegeben und verloren“, sagte der Trainer des Handball-Oberligisten TV Hersfeld am Sonntagabend nach dem schwer erkämpften 27:25-Sieg in Pfungstadt. Für die Hersfelder war es der dritte Sieg in Serie – für Ursinus der fünfte im neunten Spiel.
Seit der 65-Jährige die Hersfelder Anfang Dezember übernommen hat, sprangen fünf Siege, ein Unentschieden und drei Niederlagen heraus. Nur noch einmal kassierte der TVH mehr als 30 Gegentreffer. „Die Mannschaft hat mittlerweile begriffen, was ich verlange. Wir wachsen als Team immer mehr zusammen“, sagt Ursinus, der sich jetzt für das Heimspiel gegen die SG Wallau am kommenden Samstag (18.30 Uhr) eine volle Geistalhalle wünscht.
Auch Manager Philipp Kaufmann gibt zu, dass er sich wieder besser fühlt, als noch vor einigen Wochen. „Ich habe zwar immer ruhig geschlafen, aber jetzt bin ich schon zufriedener“, sagt der 31-Jährige. Er habe aber - auch als es in der Tabelle stetig talwärts ging - nie an der Qualität der Mannschaft gezweifelt. Doch eines wird auch unter Trainer Ursinus deutlich. „Die Mannschaft braucht eine harte Hand, damit es läuft“, sagt Kaufmann. Wer erinnert sich da nicht an die Zeit, als Max Pregler die Hersfelder Ende 2008 übernommen hatte?
Jetzt scheint es, als habe sich die Mannschaft unter neuer Führung einmal mehr gefunden. Drei Siege in Folge, zwei davon sogar auswärts, belegen das. Welchen Anteil der Trainer daran hat? „Ursinus ist zwar ein ruhiger Vertreter, aber er erreicht die Spieler auf seine Art“, sagt Kaufmann. Er bringe sehr große Erfahrung mit, habe klare Regeln und spreche die Sprache der Spieler.
Dennoch warnt Kaufmann davor, jetzt wieder „durchzudrehen“, wie er es nennt. „In der Liga kann doch wirklich jeder jeden schlagen. Es wäre deshalb auch keine Überraschung, wenn wir das Heimspiel gegen Wallau verlieren würden“, sagt er. Gibt es jetzt, da das Abstiegsgespenst wohl endgültig verscheucht ist, noch einmal ein neues Saisonziel? „Nein, wir wollen uns im Hinblick auf die Zukunft weiter festigen“, sagt Kaufmann nur.
Von Sascha Herrmann
zurück zur Übersicht: Regionalsport

Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.