109.03.1009.03.10|Regionalsport|
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heringen. Für die Kegler von Eintracht Heringen ist der Abstieg aus der Zweiten Liga besiegelt. Wir haben mit Hans-Jürgen Stein (63), dem Zweiten Vorsitzenden und Obmann der Bundesligamannschaft gesprochen.

Leistungsträger: Auf Ralf Göbel war für Eintracht Heringen Verlass. Foto: Eyert
Herr Stein, was fällt Ihnen zum Ausspruch „alle Neune“ ein?
Hans-Jürgen Stein: Die Neunen haben zuletzt leider zumeist unsere Gegner geworfen. Meinten Sie das?
Ich wollte eigentlich auf den Abstieg nach neun Jahren in der Zweiten Liga hinaus...
Stein: Ach so. Ja, Sie haben recht. Das passt für einen Kegelclub eigentlich nicht.
Wie ist die Stimmung nachdem der Abstieg besiegelt ist?
Stein: Es geht eigentlich. Uns war vor dem letzten Wettkampf der Abstiegsrunde in Gelsenkirchen eigentlich schon klar, dass nichts mehr geht. Nach der 0:3-Niederlage gegen Bundesliga-Aufsteiger Chemie Holten im letzten Heimspiel am 6. Februar war die Enttäuschung größer. Damals gingen die Köpfe der Mannschaft runter, und allen war klar: Das war’s dann wohl.
Was sind denn die Gründe für den Abstieg?
Stein: Die Leistungen im Team waren zu schwankend. Nur Ralf Göbel und Michael Stein haben nie gepatzt. Außerdem haben wir zuhause zu viele Punkte verschenkt. Vor allem in der ersten Phase der Saison. Die Spieler haben zu wenig trainiert und brauchten deshalb zu lang, um sich auf das neue Kegelspiel auf unserer Heimbahn einzustellen.
Das neue Kegelspiel?
Stein: Ja, das sind die Kegel. Die wurden im Sommer ausgetauscht. Das neue Kegelspiel erfordert genauere Würfe als das Alte. Dafür wäre mehr Training notwendig gewesen.
Wie oft sollte man als Zweitliga-Kegler denn trainieren?
Stein: Also zweimal die Woche schon.
Und wie oft wurde trainiert?
Stein: Einige haben manchmal gar nicht trainiert.
Woran liegt das?
Stein: Wir haben einige Schichtarbeiter im Team. Andere, wie mein Sohn Christian zum Beispiel, sind die Woche über nicht in Heringen.
Wie sind die Perspektiven?
Stein: Die Mannschaft will zusammenbleiben und es sind zwei, drei Ergänzungen im Gespräch, die gute Zahlen werfen können. Ich denke, für die Hessenliga sind wir sehr gut aufgestellt.
Um wieder anzugreifen?
Stein: Ja, das haben wir vor.
Von Sascha Herrmann
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