Es sei schon schön gleich so im Fokus zu stehen, sagt FSV-Trainer Stefan Huff. „Von Vereinsseite aus wollten wir das gern so, vor allem, um nach der gut besuchten Relegation wieder ein paar Zuschauer auf die Hohe Luft zu kriegen.“ Auch Huffs Gegenüber blickt dem Derby mit überwiegend positiven Gefühlen entgegen. „Tolle Partie, Stadtderby, tolle Anstoßzeit – eine grundsätzlich schöne Sache“, urteilt Hessen-Trainer Markus Heide. So viel zur Gemeinsamkeit der Teams. Deutlich unterscheiden sich dagegen die Rollen, die beiden zu Beginn der Saison zugeschrieben werden.
Rollen klar verteilt
Auf der einen Seite Gastgeber Hohe Luft, der als Aufsteiger zwar einen Mittelfeldplatz anstrebt, die Favoritenstellung jedoch klar dem Gegner zuweist. Auf der anderen Seite der Drittplatzierte der Vorsaison, der in diesem Jahr bei mehr als der Hälfte der Konkurrenz ganz oben auf der Liste der Titelkandidaten steht.
„Dass wir krasser Außenseiter sind, ist klar“, sagt Huff. „Von daher können wir eigentlich unbeschwert auflaufen.“ Markus Heide, dessen Zielvorgabe „besser abschneiden als zuletzt“ lautet, klingt da vor dem Stadtderby schon deutlich weniger unbekümmert. Bis vor eineinhalb Wochen sei die Vorbereitung nach Plan verlaufen, seit dem Testspiel auf dem Asbacher Kunstrasenplatz hätten jedoch einige seiner Spieler mit kleineren Problemen zu kämpfen, erzählt er. So steht hinter dem Einsatz von Christian Winter, Roman Prokopenko sowie Sebastian Fey bislang noch ein Fragezeichen.
„Außerdem wird das Spiel mit Sicherheit auch für die Hohe Luft ein absolutes Highlight“, meint Heide und rechnet mit top motivierten Gegenspielern. Top motivierte Hohe Lufter? Bei einigen sei das bisher noch nicht zu spüren, verrät Stefan Huff. Urlaube, Ferienjobs, mangelnde Einstellung – verschiedene Gründe hätten in der Vorbereitung zu mäßiger Trainingsbeteiligung geführt.
„Lief nicht optimal“
„Ingesamt lief es nicht optimal, so dass wir die nächsten Wochen wohl noch brauchen“, sagt der Hohe Lufter Trainer. „Dennoch denke ich, dass die Mannschaft, wenn vieles passt, das Zeug dazu hat, Platz acht bis zwölf zu erreichen.“
Personell könnte er am Samstag wohl aus dem Vollen schöpfen, selbst Urlauber Denis Voth steht am Tag seiner Heimreise im Kader. Ob der ein oder andere zu Beginn des Spiels jedoch aus disziplinarischen Gründen auf der Ersatzbank Platz nehmen muss, lässt der Trainer offen.
Von Kristina Marth



























