22 Siege legten die Kicker des TSV in der heute zu Ende gehenden Runde hin, die sie mit der Aufgabe in Rotenburg krönen wollen. Die letzte echte Niederlage datiert vom 26. August vergangenen Jahres, 1:2 hieß es in Unterhaun. Am fünften Spieltag war das. Sieben Punkte aus fünf Spielen standen da zu Buche. Ehe der TSV durchstartete.
Zwei Schlüsselspiele
Fast immer gibt es im Laufe einer Saison Knackpunkte, Schlüsselsituationen auf dem Weg zum Ziel. Trainer Andreas Maronn (33) sagt klipp und klar: „Unsere Heimspiele gegen Heenes und Hohe Luft.“
Das gegen Heenes läutete die Rückrunde ein, „da wollten wir uns revanchieren für die Niederlage im Hinspiel zum Saisonauftakt“, sagt der Coach trocken. Jenes gegen Hohe Luft folgte vierzehn Tage später; es war das Spitzenspiel und wies beiden Teams den Weg, welcher Ausgang für sie in dieser Serie bestimmt war. „Wir waren hoch konzentriert und haben guten Fußball gespielt“, erinnert sich Maronn.
„Wie er mit den Jungs umgeht, das habe ich noch nicht erlebt. Eine Art freundschaftliche Dominanz.“
Rainer Schmidt
Lengers kaufte seinem Kontrahenten den Schneid ab, Unterschiede in der Mentalität machten sich breit. Der aktuelle Titelgewinn des TSV ist unbestritten die Fortsetzung einer Erfolgsgeschichte. Die ist eng verknüpft mit Rainer Schmidt. Seitdem sich der 57-Jährige beim Verein in der Lautenmach engagiert, ist die aktuelle Meisterschaft die fünfte seit 2003.
Im vergangenen Jahr hat er das Amt des Abteilungsleiters an von Roden übergeben, Schmidt ist vordergründig für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Beide schätzen Arbeit und Umgang des Trainers, seitdem der vor zwei Jahren den TSV, soeben aus der Gruppenliga abgestiegen, übernahm. „Wir wollten nicht durchgereicht werden“, hatten sie sich zum Ziel gesetzt. „Wir hatten in Holger Gimpel und Udo Jäger hervorragende Trainer, Andreas toppt das“, sagt von Roden. Schmidt fügt hinzu: „Wie er mit den Jungs umgeht, das habe ich noch nicht erlebt. Eine Art freundschaftliche Dominanz.“
Natürlich habe sich das Team, das Spaß und Zusammenhalt auszeichnet, entwickelt, urteilt der Coach, aber „manchmal ist es noch zu ungeduldig in seiner Spielweise. Auch was die Emotionen betrifft.“ Gespräche über Zugänge werden geführt, spruchreif ist noch nichts.
Nach der heutigen Meisterschaftsfeier steht Anfang Juni die Abschlussfahrt in Deutschlands „Kolonie“ Mallorca an, zu Beginn der Vorbereitung der neuen Serie erneut ein Triathlon, Laufen nach Heringen, Schwimmen dort, per Rad geht’s zurück. Damit die TSV-Kicker vorbereitet sind – auch auf Niederlagen.
Von Walter Kell



























