Ehemalige Frankfurter Fußballprofis zu Gast beim Sportwochenende in Hönebach
Sie können’s immer noch
Sie können es immer noch! Die ehemaligen Bundesliga-Profis der Traditionsmannschaft von Eintracht Frankfurt, aber auch die Traditionself des ESV Hönebach boten den Zuschauern bei zeitweise strömendem Regen auf dem Hönebacher Sportplatz ein ansehnliches Spiel. 4:1 siegten die Südhessen, in deren Reihen Altstars wie Norbert Nachtweih, Cezary Tobollik, Thomas Zampach, Dietmar Roth und der kürzlich noch aktive Michael Anicic standen. Die 200 Zuschauer, darunter einige ausgemachte Eintracht-Fans, staunten nicht schlecht, als sie sahen, wie die ESV-Altstars beherzt zu Werke gingen und durch Schade sogar die Führung erzielten. Und obwohl sie auch in der Folgezeit in zeitweise strömendem Regen den Einsatz nicht vermissen ließen, drehten die Routiniers aus Südhessen den Spieß noch vor der Pause durch Tore von Glöckner und Anicic um. Im zweiten Durchgang hatte der ESV ebenfalls noch gute Szenen, die Treffer aber markierten Zick und Dworschak zum 4:1-Endstand für die Eintracht.

Wir trotzen dem Regen: Zuschauer wie Spieler hatten am Samstagnachmittag ungemütliche Phasen zu überstehen – ein ansehnliches Spiel gab es trotzdem auf dem Hönebacher Sportplatz. Alle Fotos: Henkel
Und am Sonntag ging dann tatsächlich die Sonne auf für die Hönebacher und ihre Gäste. Dabei gab es zunächst ein höchst ungleiches Duell zu sehen. Frauen-Bundesligist USV Jena spielte 90 Minuten lang eine Hersfeld-Rotenburger Kreisauswahl an die Wand. In der stand alles, was im heimischen Frauenfußball Rang und Namen hat – das Resultat ernüchterte: 0:19! Die Thüringerinnen gestatteten sich pro Halbzeit zwei kurze Verschnaufpausen, ansonsten standen die Torfrauen Nicole Bolender, die ihre letzte Partie als Aktive machte, und nach der Pause Sophia Kirchhoff unter Dauerbeschuss. Befreien konnten sich die Waldhessinnen von dem Druck kaum.
Eine tolle Leistung bot anschließend die erste Hönebacher Mannschaft. Der ungestüm anrennende Oberligist Wacker Gotha war zwar deutlich feldüberlegen, die Platzherren behielten aber zumeist kühlen Kopf und ließen nicht mehr als ein Tor durch Ricky Ziegler (19.) zu. Danach verteidigten sie mit Glück, Geschick und einem glänzend aufgelegten Torwart Nils Katzmann.
Und da natürlich für Essen, Getränke und Musik gesorgt war, war das Sportwochenende des ESV nicht nur des puren Fußballs wegen eine runde Sache.
Von Rainer Henkel
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