Fünf Wochen bleiben dem Coach jetzt, um seine Truppe möglichst optimal auf den Saisonstart am 5.August (Heimspiel gegen OSC Vellmar II), vorzubereiten. Der Kader der Gelb-Schwarzen scheint nach den Abgängen der Leistungsträger Tim Gonnermann, Robert Simon und Romeo Schäfer schwächer aufgestellt, als in der vergangenen Saison, die die Asbacher auf dem fünften Platz beendet hatten. Einziger echter Neuzugang ist Alexander Müller, der nach zwei Spielzeiten beim Nachbarn Niederaula/Hattenbach den Weg zurück nach Asbach gefunden hat.
Kommt Kallée?
Gut möglich ist aber, dass sich dem SVA bald ein zweiter ehemaliger Spieler der SGN anschließt. Fabian Kallée liegt ein Angebot der Asbacher vor, dass dieser aber zunächst einmal nicht angenommen hat. Der Stürmer hatte sich in Niederaula abgemeldet und will nach seinem Urlaub über seine Zukunft entscheiden. Trainer Norbert Rickert und Bernd Rudolph aus dem Asbacher Vorstandsteam sind sich jedenfalls einig, dass Kallée eine gute Verstärkung für den etwas zu dünnen Kader wäre. „Fabian ist ein höherklassig erfahrener Spieler, der einen enormen Torriecher hat“, sagt beispielsweise Bernd Rudolph.
Doch ob mit oder ohne Kallée – die Asbacher wollen sich in dieser Saison weiter stabilisieren. Ein Platz im ersten Tabellendrittel soll es auch diesmal sein. Trainer Rickert würde mit seiner Mannschaft gern noch einen Tick offensiver agieren, wie er erzählt. „Ob das am Ende über schnelles Konterspiel geschieht, oder über frühe Balleroberung im Mittelfeld und blitzartige Angriffe, wie es Dortmund in Perfektion beherrscht, muss sich zeigen“, sagt Rickert. Das käme letztlich auch darauf an, wie sich der Kader zum Saisonbeginn aufstelle. Rickert weiß wovon er spricht, wurde der SVA doch gerade in der vergangenen Saison von großem Verletzungspech verfolgt. Das ausgeglichene Torverhältnis von 62:62 behagt Rickert im Rückblick nicht. „Wir haben weniger Tore geschossen als üblich“, sagt er und vergisst dabei auch nicht, dass das Defensivverhalten nicht immer das beste war.
Rickert im Urlaub
In den kommenden zwei Wochen werden zunächst Co-Trainer Roland Borrmann und Donato Rosenberger, der Coach der Reserve, die Übungseinheiten leiten. Trainer Rickert fliegt am Montag für zwei Wochen in den Urlaub. „Die beiden werden das sicher gut machen. Mal sehen, wie weit die Jungs sind, wenn ich wiederkomme“, sagt er. In den nächsten Einheiten wird es dann auch etwas intensiver zugehen als am Samstag.
Zum Aufgalopp standen nur lockeres Einlaufen mit Ball, das obligatorische Spielchen Fünf gegen Zwei sowie ein Auftaktspiel über den halben Platz auf dem Programm. „Keine Angst, heute wird keiner kotzen müssen“, hatte Rickert bei seiner Ansprache zu Trainingsbeginn gescherzt. Das könnte sich in den nächsten Einheiten ändern. Saisonvorbereitung ist kein Kindergeburtstag.
Von Sascha Herrmann



























