Irgendwie passte das Ergebnis zu den letzten Wochen der Niederaulaer, denn in der Rückrunde spielte keine Mannschaft so oft unentschieden wie sie. In gleich sieben der 16 Spiele verließ die SGN den Platz weder als Sieger noch als Verlierer. Zumindest nach Punkten, gefühlt hingegen war das immer anders.
Das Remis am Samstag war gefühlt wohl eher wie ein Sieg. „Das war alles in allem ein verdienter Ausgang und ich bin absolut stolz auf die Mannschaft“, sagte Spielertrainer Fabian Kallée nach der Partie. „Sie wollte das Unentschieden bis zum Ende und hat dafür wirklich alles gegeben.“
Am vergangenen Wochenende habe man in Hersfeld nicht gut gespielt, meinte Kallée. „Da habe ich gesagt, dass es eine Charakterfrage ist, hier anders aufzutreten, dass wir 90 Minuten gut spielen wollen und es nicht um die goldene Ananas geht.“ Sein Team habe noch einmal Gas gegeben und „das richtig gut gemacht.“
Vor allem die ersten 35 Minuten gefielen dem Trainer. „Wir waren drückend überlegen und sind folgerichtig 1:0 in Führung gegangen“, berichtete er. Er selbst war es, der bereits nach elf Minuten für die Führung sorgte. Mit einem „richtigen Traumtor“ hätten die Gäste dann vor der Pause für den Ausgleich gesorgt: Ein Freistoß von Imal Schersadeh schlug direkt in den Winkel ein.
„In der zweiten Halbzeit haben wir dann dem hohen Tempo vom Anfang Tribut zollen müssen“, sagte Kallée. 20 Minuten vor Abpfiff gerieten die Gastgeber in Rückstand und liefen diesem bis zur letzten Minute hinterher. Dann aber sorgte Joker Dominik Reimann doch noch für ein versöhnliches Ende: Nach einer schönen Kombination über außen stand er allein vorm Tor und schob den Ball zum 2:2 ins Netz.
Niederaula: Herwig - Steinberg, Wekker (56. Ziegler), Seitz, Geisser (51. Dercho), Dickert, Ritz, Müller, Orth, Kallée, Willems (68. Reimann)
SR: Martin Bechtel (Schlüchtern) - Z: 100
Tore: 1:0 Kallée (11.), 1:1 Schersadeh (34.), 1:2 Dapar (70.), 2:2 Reimann (90.)
Von Kristina Marth



























