Neben möglichst interessanten sportlichen Vergleichen hoffen die Gastgeber aufgrund des Derby-Charakters der Spiele und der vielen ehemaligen Hersfelder Spieler bei den Gästen auf möglichst guten Zuschauerzuspruch. Zudem ist es die erste Möglichkeit, die Mannschaft von Trainer Reiner Dietz unter Wettkampfbedingungen in Augenschein zu nehmen. Und dabei natürlich auch ein Auge auf die drei Neuzugänge Andreas Krause, Jörg Ley (beide Eitra/Oberhaun) und Jonas Troch (TG Rotenburg) zu werfen.
Heute in Großenlüder
„Für uns ist es die erste Gelegenheit, uns ein bisschen einzuspielen. Das ist natürlich wichtig, um unsere Neuen im Spielbetrieb zu integrieren“, sagt Trainer Dietz. In der ersten Phase habe man komplett auf Trainingsspiele verzichtet und sich auf die ungeliebten Grundlagen beschränkt. Heute Abend (20.30 Uhr) spielt der TVH erstmals in Großenlüder. Nicht mehr im Kader des TV Hersfeld steht übrigens Achim Birkel. Der Rückraumspieler ist zur HSG Eitra/Oberhaun zurückgekehrt und nach Sebastian Gries, Jonggi Pasaribu und Luca Teichmann somit der vierte Spieler, der den TVH verlassen hat. Felix Abad, der dem Vernehmen nach auch einen kurzen Flirt mit den Hauneckern hatte, wird dagegen weiterhin für Hersfeld spielen.
Seit knapp zwei Wochen befinden sich die Hersfelder mittlerweile in der zweiten Phase der Saisonvorbereitung. Bis auf die Urlauber Christian Denk und Jan Röder, die beide aber im Lauf dieser Woche zurückkehren, ist die Mannschaft komplett. Weil Trainer Dietz keine Verletzten zu beklagen hat, und auch die vier A-Jugendlichen Förtsch, Gretz, Jordan und von Manger am Trainingsbetrieb teilnehmen, hat der Coach einige Möglichkeiten, um ein „gutes Programm durchzuziehen“, wie er sagt. „Wir sind ordentlich am Keulen und machen derzeit nur einen Tag pro Woche frei. Aber wir müssen natürlich noch viel fitter werden, um in der Oberliga zu bestehen.“
Klar ist für Dietz auch, dass noch mindestens ein Neuzugang zum Kader stoßen wird. „Wir haben unsere Fühler weiterhin ausgestreckt – auch in der Region Kassel und Fulda“, sagt er. Am liebsten hätte Dietz noch einen Rückraumspieler, der auf der Mitte agieren kann, und einen Kreisläufer. Auch die Variante, einen ausländischen Spieler zu verpflichten, ist plötzlich wieder auf dem Tisch. „Eitra/Oberhaun hat mit der Verpflichtung des jungen Boze Balic gute Erfahrungen gemacht. In eine solche Richtung könnte es für uns auch gehen.“ Keinesfalls werde man aber einen teuren, ausländischen Profi verpflichten.
Von Sascha Herrmann



























