?Wie ist die Ausgangssituation für Eiterfeld?
!Der VfL belegt den viertletzten Tabellenplatz – den Relegationsplatz. Einen Punkt hinter Rothemann, zwei hinter Hosenfeld. Sollte es dabei bleiben, müsste sich die Mannschaft von Trainer Markus Pflanz in der Abstiegsrunde mit den Tabellenzweiten der Kreisoberligen Nord, Mitte und Süd messen. Das wären der FSV Hohe Luft und Schlitzerland, sowie aus dem Süden Johannesberg oder Lütter.
?Gegen wen spielen die direkten Konkurrenten Hosenfeld und Rothemann am Samstag?
!Unterschiedlicher könnten die Gegner nicht sein. Während Hosenfeld zu Hause gegen Absteiger Hohenroda spielt, muss Rothemann beim Meister und Verbandsliga-Aufsteiger Flieden II antreten.
?Hosenfeld sollte sich mit einem Punkt gegen Hohenroda retten können. Rothemann und Flieden sagt man nicht das schlechteste Verhältnis nach – aber das nur am Rande. Kann Eiterfeld vielleicht auf Schützenhilfe der Hessen hoffen?
!Okay, bei den Hessen ist die Luft mittlerweile raus. Kampflos ergeben werden sie sich in Eiterfeld trotzdem sicher nicht. Wir wollen hier nichts hineininterpretieren, aber dennoch spielt man als Fußballer sicher lieber zwei Derbys, als zu einer weiten Auswärtsfahrt anzutreten und zu Hause gegen einen Gegner zu spielen, der einem keine gute Kulisse beschert. „Es ist blöd, wenn du zum Abschluss ein Derby spielst, in dem es für die einen noch um alles, und für die anderen um nichts mehr geht. Da wird hinterher viel geredet – egal wie es ausgeht“, sagt Hessen-Trainer Markus Heide. Lassen wir das einfach mal so stehen.
?Eiterfeld hat am Sonntag beim 4:4 in Petersberg eine 2:0-Pausenführung nicht nutzen können, markierte nach 2:4-Rückstand in der Schlussminute aber immerhin noch den Ausgleich. Wie ist die Stimmung beim VfL?
!Trainer Pflanz berichtet, dass sich die Stimmung in dieser Woche verbessert habe. „Die Jungs waren nach dem Spiel zwar niedergeschlagen, aber jetzt blicken wir zuversichtlich auf das Derby am Samstag.“
?Glaubt Pflanz, dass seine junge Mannschaft dem immensen Druck gewachsen ist?
!„Gute Frage“, sagt er. Zu Hause habe man mit Drucksituationen bislang recht gut umgehen können, auswärts eher nicht. Was dem Coach Sorgen bereitet: „Wir können Rückschläge, sprich Gegentore, oftmals nicht gut verkraften.“ Vor dem Spiel gegen den besten Sturm der Liga gibt das zu denken.
?Mit Peter Kvaca hat sich der VfL, der nur sieben Treffer mehr erzielt hat, als Hersfelds Knipser Christian Winter (34), kurz vor Saisonende noch einen Torjäger geangelt. Was erwartet Trainer Pflanz von dem Tschechen, der in der Vorrunde zehn Spiele für den Hessenligisten Flieden bestritten hat?
!„Ich hoffe, dass er unserem Offensivspiel entscheidende Impulse verleiht“, sagt er. Mit seinen spielerischen Qualitäten und seinem Torriecher sei er natürlich eine Verstärkung. Bei seinem ersten Einsatz in Petersberg habe er auf der Zehnerposition hinter Oelschläger und Siska bereits gute Ansätze gezeigt.
Von Sascha Herrmann



























