002.09.1002.09.10|Regionalsport|
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Rotenburg. Die SG Wildeck im Höhen-, der ESV Weiterode im Sinkflug: Die Situation der beiden Fußball-Kreisoberligisten aus dem Kreisteil Rotenburg könnte vor dem anstehenden Spieltag kaum gegensätzlicher sein.

Unter Beschuss: Der ESV - hier von links mit Christopher Herrmann, Johannes Noll (verdeckt), Manuel Thalmann und Daniel Lingelbach - hat einen Fehlstart hingelegt. Foto: Walger
„Jetzt ist der Fehlstart da“, stellt Trainer Rainer Noll vor dem Heimspiel am Sonntag gegen die SG Haunetal (15 Uhr) fest. Seit fünf Partien sind die Weiteröder ohne Sieg. „Die Enttäuschung ist groß bei mir.“ Bis zum vergangenen Wochenende attestierte der Übungsleiter trotz fehlender Erfolge noch gute Leistungen. Doch dann folgten das 1:5 gegen Burghaun und das 2:2 gegen Widdershausen. „Das waren die schlechtesten Spiele, die wir bislang gezeigt haben“, sagt der Coach.
Besonders die Leistung in Burghaun sei desolat gewesen. „Nur Johannes Noll hat Normalform gezeigt.“ Die Verunsicherung bei seinen Kickern aufgrund der Negativserie sei mittlerweile spürbar. „Die Mannschaft ist körperlich fit. Die Probleme liegen im mentalen Bereich“, erläutert Rainer Noll.
Dennoch ist er für Sonntag optimistisch: „Wenn wir gegen gute Gegner spielen, sind wir zu mehr in der Lage. Ich setze darauf, dass sich die Mannschaft zusammenreißt.“ Die SG ist derzeit Sechster, hat vier Siege und zwei Niederlagen auf dem Konto. Vor Wochenfrist zeigten die Haunetaler zwei Gesichter. Die Elf von Frank Stenke verlor gegen Unterhaun mit 1:5 und gewann gegen Kirchheim 2:1.
„Haunetal ist eine sehr erfahrene Mannschaft. Wir müssen konzentriert auftreten“, sagt Noll. „Wenn wir so spielen wie gegen Wildeck und Lengers, dann ist was möglich.“ Was der ESV-Coach von seinen Kickern erwartet, formuliert er deutlich: „Wir müssen gewinnen, egal wie.“ Daniel Lingelbach wird wegen seiner Roten Karte aus Burghaun fehlen. Ob Spielmacher Johannes Noll auflaufen wird, ist noch ungewiss.
Drei Punkte will auch Wildecks Coach Uwe Stückrath im Gipfeltreffen beim VfL Philippsthal holen. Die Gastgeber haben bei einem Spiel weniger vier Zähler Rückstand auf Spitzenreiter Wildeck. Mit ihrem heutigen Auftritt bei Dittlofrod/Körnbach wird das Tabellenbild begradigt.
„So weit oben habe ich Philippsthal nicht erwartet“, zollt Stückrath dem Kontrahenten Respekt. Wie gut der VfL ist, weiß er noch aus der Vorsaison, als die SG in Philippsthal nur ein 1:1 erreichte. „Da haben wir uns verdammt schwer getan. Diesmal wollen wir gewinnen, um uns einen direkten Konkurrenten vom Hals zu halten.“ Die Wildecker scheinen nach den Siegen in der Vorwoche gegen Michelsrombach und Wölf bestens gerüstet. „Endlich hat die Mannschaft auch ihr spielerisches Potenzial abgerufen“, lobt der SG-Coach seine Kicker. Als spielentscheidende Figuren bei Philippsthal hat der SG-Trainer Dominik Kranz, Benjamin Schröder und Dominik Arnold ausgemacht. „Die gilt es auszuschalten“, sagt er. Heute will er den Verfolger noch einmal unter die Lupe nehmen. Mirco Wulf und Marcus Hohmann könnten ausfallen, Richard Grin und Christopher Sinn für sie einspringen.
Von Felix Gaber
Quelle: HNA Onlinezurück zur Übersicht: Regionalsport

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