020.05.1020.05.10|Regionalsport|
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Ronshausen/Hönebach. In der Fußball-Kreisliga A muss sich der ESV Ronshausen am Sonntag ab 15 Uhr in seinem letzten Auswärtsspiel der Saison in Ransbach dem Tabellenzweiten FSG Hohenroda stellen. Gegensätzlicher könnten die Ausgangspositionen kaum sein: Der ESV kämpft gegen den Abstieg (ein Team muss direkt in die B-Liga, der Zweitletzte in die Relegation), die FSG peilt den Aufstieg an.

Einsatz und Tordrang: Den haben Julian Spillner (links) und seine Hönebacher Mitstreiter am vergangenen Sonntag in Rockensüß gegen die Cornberger (weiße Hemden) nur eine Halbzeit lang gezeigt. Das reichte aber zum knappen Sieg. Foto: Walger
Die Kicker aus Hohenroda dürfen sich keinen Ausrutscher erlauben, da sie noch den ESV Hönebach (zwei Punkte Rückstand) und die SG Sorga/Kathus (vier Zähler dahinter) im Nacken sitzen haben. Den Ronshäusern reichen drei Punkte aus den letzten beiden Partien, um die Klasse zu halten, da sich im FSV Hohe Luft II und in der SG Cornberg/Rockensüß zwei weitere Abstiegskandidaten im direkten Duell gegenüberstehen und einer deshalb nicht mehr voll Punkten kann.
Den noch nötigen Sieg übermorgen schon einzufahren, dürfte in Ransbach aber schwerlich machbar sein. ESV-Spielertrainer Jürgen Losekam würde sich schon „über ein Pünktchen“ freuen. Er sagt: „Wir können uns mit Hohenroda nicht messen. Wenn aber alle Spieler 120 Prozent geben, dann können wir vielleicht für eine Überraschung sorgen und Hohenroda ein Bein stellen.“
Mit der Einstellung seiner Spieler hat er kein Problem, mit der Umsetzung seiner Vorgaben allerdings schon. „Es wurde viel geredet, aber jetzt müssen Taten auf dem Platz folgen. Wir dürfen den Kopf nicht in den Sand stecken“, fordert Losekam.
„Zweikämpfe annehmen, engagiert aufspielen, dagegenhalten“ - das erwartet er von seiner Mannschaft in Ransbach. „Ob ich selbst spielen kann, steht noch nicht fest“, sagt Losekam, der alle anderen Spieler aber einsetzen könnte.
Mehr Personalsorgen hat dagegen Hönebachs Michael Führer, der das Team als Interimscoach gemeinsam mit Marc Schade führt. Führer selbst und Marcel Mohr sind verletzt, Torjäger Stefan Drechsler weilt im Urlaub. Trotzdem ist das Trainerduo überzeugt, ein schlagkräftiges Team aufbieten zu können, das am Sonntag (Anpfiff 15 Uhr) auf eigenem Platz dem Tabellenfünften SG Mühlbach/Raboldshausen drei Punkte abknöpft.
„Wir müssen gewinnen, um oben dranzubleiben. Und genau das wollen wir auch. Allerdings haben wir den Aufstieg nicht mehr in eigener Hand. Wir müssen auf Ausrutscher von Heenes und Hohenroda warten“, sagt Führer.
Seine Marschroute für übermorgen: „Wir müssen den Gegner unter Druck setzen, ein frühes Tor erzielen und dann dem Spiel unseren Stempel aufdrücken.“ Dass sie das kann, hat die Mannschaft schon bei ihren ersten beiden Partien unter dem neuen Trainergespann unter Beweis gestellt.
Von Laura Kerst
Quelle: HNA Onlinezurück zur Übersicht: Regionalsport

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