Basketball-Bezirksliga: Titans unterliegen bei Tabellenführer Borken nur knapp

Nahe an einer Überraschung

War mit 17 Punkten einer der besten Werfer gegen Borken: Daniel Jede. Foto: Marth

Borken. Ein Basketballwunder für den TV Hersfeld? Das blieb an diesem Wochenende aus. Vor dem Bezirksligaspiel bei Tabellenführer Tuspo Borken hatten sich die Titans so einiges vorgenommen, am Ende aber fuhren sie mit leeren Händen nach Hause. Sie unterlagen 63:72 (29:36).

Von der ersten Sekunde an ließen sie keinen Zweifel daran, dass sie trotz Außenseiterrolle etwas reißen wollten. Sie bemühten sich um Ordnung und Übersicht und versuchten, die Borkener Defensive mit Hilfe von Spielzügen zu knacken.

Kompakte Verteidigung

Durch ihre kompakte Zonenverteidigung versperrten die Gastgeber allerdings sämtliche Wege zum Korb und zwangen die Hersfelder zu Würfen von weit außen. Mangels Treffsicherheit wurde dies aus deren Sicht rasch zum Problem – schon nach zehn Minuten lagen sie 7:17 hinten.

Im zweiten Abschnitt fanden sie dann besser in die Partie und vor allem ihre aufmerksame, aggressive Verteidigungsarbeit stellte die Gegner nun zunehmend vor Probleme.

So leisteten sich jetzt auch die Gastgeber immer wieder Fehler, was die Titans wiederum nutzten, um sich in Schlagdistanz zu bringen. Zur Halbzeitpause lagen sie zwar nach wie vor zurück, gingen aber optimistisch in die zweite Hälfte.

Tatendrang und Angriffslust

Voller Tatendrang und Angriffslust kämpften sie sich nach dem Seitenwechsel dann auch ruck zuck bis auf drei Punkte heran. Danach aber neigten sie zum Überziehen und es schlichen sich Hektik und Fehler in ihr Spiel. Dass es ihnen nun immer mehr an Struktur fehlte, wussten die Borkener eiskalt auszunutzen: Innerhalb weniger Minuten zogen sie davon und führten vor dem letzten Viertel 61:41.

Trotz dieses herben Rückschlags kam Aufgeben für die Titans aber auch in den Schlussminuten nicht infrage. Sie kämpften im wahrsten Sinne des Wortes bis zum Umfallen und kamen noch einmal bis auf 60:67 heran. Zu mehr als dieser Aufholjagd reichte die Zeit am Ende jedoch nicht und sie unterlagen 63:72. „Wir waren dran, haben und das Leben aber wieder einmal selbst schwer gemacht und zu viele Punkte direkt unter dem Korb und an der Freiwurflinie liegen lassen“, resümierte Trainer Alai Barite.

Dennoch müsse man sich klar machen, dass man beim Tabellenführer nur mit neun Punkten verloren habe. „Andere Teams gehen da mit weitaus höheren Niederlagen vom Feld.“

TVH: Abdelkader 6, Atanasov, Hopp 5, Jede 17, Kasim, Kautzsch 9, Mann 1, Odeh 2, Sahin 2, Schmied 4, Trickovski 17

Von Kristina Marth

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