Basketball-Bezirksliga: TV Hersfeld Titans bezwingen Kassel knapp mit 74:67

Ein Sieg ohne Schönheitspreis

Wiedersehen mit einem alten Bekannten: Ex-Titan Marvin Wegner (beim Freiwurf) spielt nun für Goetheanlage Kassel. Die Hersfelder (von links) Daniel Hopp, Julian Odeh und Marcel Schmied stehen zum Rebound bereit. Foto: Marth

Bad Hersfeld. Nicht schön, aber erfolgreich: So lässt sich das jüngste Bezirksligaspiel der Hersfeld Titans zusammenfassen. Gegen den FSV Goetheanlage Kassel riefen die Basketballer des TVH zwar sicherlich nicht ihr komplettes Leistungsvermögen ab, trotzdem reichte es für sie am Sonntag zu einem Sieg. In eigener Halle gewannen sie 74:67 (34:29).

Nach einigen Wochen ohne Punktspiel taten sich die Titans zu Beginn recht schwer. In der Feinabstimmung haperte es ein ums andere Mal und der Ball fand nur selten den Weg in den Korb. Die Anfangsphase ging demnach klar an die Gäste: 18:13 führten sie nach dem ersten Viertel, wenige Minuten später lagen sie 29:20 vorn.

Nach einer Viertelstunde nahmen die Hersfelder dann jedoch das Zepter in die Hand. Aus einer aggressiven Deckung heraus zogen sie ihr Angriffsspiel nun deutlich besser auf und kamen immer wieder zu erfolgreichen Abschlüssen. Mit einem 14:0-Lauf holten sie nicht nur ihren Rückstand auf, sondern lagen zur Halbzeitpause sogar mit fünf Zählern vorn.

Partie kippt erneut

Nach dem Seitenwechsel knüpften sie zunächst dort an, wo sie einige Minuten zuvor aufgehört hatten und bauten ihren Vorsprung bis auf elf Punkte aus. Dann aber schlichen sich in ihrem Spiel erneut viele Fehler ein - und die Partie kippte wieder zu Gunsten der Gäste. Die Ballverluste der Titans wussten die Kasseler, deren Spielweise überwiegend darin besteht, über hohes Tempo und schnelle Abschlüsse zum Erfolg zu gelangen, eiskalt zu nutzen und so kamen sie kurz vor Ende des dritten Viertels wieder auf drei Zähler heran.

Als sie zu Beginn des Schlussabschnitts sogar mit einem Punkt in Führung gingen, schien schließlich ein Ruck durch die Hersfelder Mannschaft zu gehen. Ein Zwischenspurt von 17:3 stellte daraufhin die alten Verhältnisse wieder her und in der Schlussphase, die sich wie Kaugummi zog, brachten die Titans den Sieg souverän nach Hause.

Anfangs zu passiv

„Wir sind heute einfach nicht in Gang gekommen, sodass ich meine Jungs erstmal wachrütteln musste. Wir haben zu passiv gespielt und die Gegner wussten viele unserer Nachlässigkeiten zu nutzen“, sagte Trainer Alai Barite nach dem Spiel. Zurückzuführen sei dies sicherlich auch darauf, dass sein Team wegen Arbeit und Krankheit zuletzt kaum als Einheit trainieren konnte. „Daher“, so Barite, „bin ich insgesamt schon soweit zufrieden.“

TVH: Hopp 16, Kautzsch 6, Mann, Odeh 26, S. Sahin 2, Schmied 8, Tatiev 13, Trickovski 3

Von Kristina Marth

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