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Schwimmen, schwitzen, kämpfen

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© Eyert

GERSHAUSEN. Der Triathlon, eine sportliche Herausforderung, die schon so manchem Athleten seine Grenzen aufgezeigt hat. Am Samstag versuchten beim dritten Volks-Thriathlon in Gershausen 76 Hobby-Sportler ihr Glück an einer entschärften Version der Sportart.

START

Kurz vor 14 Uhr geht das Personal der DLRG mit dem Boot „Sturmius“ auf dem Silbersee in Gershausen zu Wasser. Der Start der ersten Gruppe steht kurz bevor. „Das Feld ist in fünf Wellen eingeteilt. Zu Beginn starten die Team-Wettkämpfer, dann die Einzelsportler. In der fünften Welle starten die besten Teilnehmer, damit sich das Feld nicht so auseinanderzieht“, erklärt Mario Krakau, einer der Organisatoren des Triathlons. Dann wird es ruhig. „Auf die Plätze, fertig“, hallt es durch die Luft. Dann ein Schuss, das Startsignal für den dritten Volks-Triathlon. Die Athleten stürzen sich ins Wasser und nach wenigen Metern spürt man die Ambitionen der Teilnehmer.

Während der Führende mit perfekter Technik durch das Wasser krault, erkennt man auf den hinteren Position eine Einlage im Rückenschwimmen. Aus dem See kommen letzten Endes zwar alle, die Zeitunterschiede sind aber enorm. Nach knapp sechs Minuten hat der erste Schwimmer die 400 Meter im See hinter sich gebracht und die Konkurrenz teilweise um über zehn Minuten distanziert. Eine starke Leistung.

WECHSELZONE EINS

Jetzt geht es zum ersten Wechsel, raus aus den Schwimm-Klamotten, rauf auf das Fahrrad. Der Eine oder Andere hat noch immer mit den Nachwirkungen des kalten Wassers zu kämpfen, denn das kühle Nass sorgt mit einer Temperatur von 14 Grad nicht gerade für Wohlfühl-Atmosphäre. „Verdammt ist das kalt“, schlottert mancher Athlet, während er auf dem Weg zu seinem Fahrrad ist.

Spätestens mit den ersten Tritten in die Pedale dürfte allen Teilnehmern aber wieder wärmer geworden sein. Die Strecke führt durch das Ibratal in Richtung Hausen, von dort aus geht es in Richtung Kirchheim, wo die Sportler dann wieder nach Gershausen abbiegen. 25 Kilometer gilt es zu bewältigen, bevor abschließend die Laufschuhe geschnürt werden.

WECHSELZONE 2

In Gershausen gilt es, mit dem Rad die letzte Steigung Richtung Sportplatz zu bewältigen, bevor es auf die fünf Kilometer lange Laufstrecke geht. Unter großem Applaus der anwesenden Zuschauer quälen sich die Radfahrer den Berg hinauf, gut 50 Minuten nach dem Start erreicht der erste die Wechselzone. Manch einer gibt auch hier alles und fabriziert beim Absteigen noch fast einen Sturz. „Ganz langsam“, versucht Krakau die Teilnehmer an der Wechselzone etwas zu bremsen. Das Fahrrad wird schließlich in die Ecke gestellt, hastig schlüpfen die Athleten in die Laufschuhe und weiter gehts. Noch fünf Kilometer Quälerei trennen die Sportler von der wohlverdienten Ruhepause.

ZIEL

Um 16.11 Uhr überschreitet die erste Teilnehmerin den Zielstrich. Gemeinsam mit ihren beiden Teamkameraden läuft sie unter der Anfeuerung der Zuschauer ein und beendet damit den Volks-Triathlon. Nach und nach trudeln die Sportler im Ziel ein, glücklich und erschöpft. „Die Veranstaltung ist ideal, um den Triathlon kennenzulernen und macht großen Spaß. Das wird nicht mein letzter gewesen sein“, erklärt Klaus Dust, einer der Teilnehmer. Egal, wie groß die Anstrengung war, am Ende kann jeder wieder lachen. Und die Veranstalter können wohl auch für das nächste Jahr planen, der Volks-Triathlon in Gershausen kommt einfach an.

Von Kevin Hildebrand

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