Mengshausens Schützen verpassen Bundesliga-Finale

Gewann ihr Einzel gegen Mengshausen: Pamela Bindel, die für Osterode schießt, aber aus Obergeis stammt.

Nordstemmen. Die Schützengilde Mengshausen hat den Einzug ins Bundesligafinale der Luftgewehrschützen knapp verpasst. Ein Sieg fehlte im Abschlussmatch im niedersächsischen Nordstemmen zur Teilnahme am Saisonhöhepunkt am 4. und 5. Februar in Paderborn.

Statt des erhofften Erfolgs in der Schlussrunde erlebten die vielen mitgereisten Fans eine 1:4-Niederlage am Sonntag gegen den Tabellenzweiten SB Freiheit aus Osterode im Harz. Tags zuvor hatten sich die Waldhessen die Tür zur Finalteilnahme noch einen Spalt offengehalten: Mit einem sensationellen 4:1-Sieg gegen den amtierenden deutschen Mannschaftsmeister Hubertus Elsen. Der Lohn für diese Topleistung war zu diesem Zeitpunkt der vorübergehende dritte Tabellenplatz, der die Eintrittskarte ins Finale gewesen wäre.

Doch nach der Abschlussniederlage gegen SB Freiheit rutschte Mengshausen auf den fünften Rang hinter zwei punktgleiche Teams ab, die deutlich mehr Einzelsiege in der Saison errungen haben. In ihren letzten beiden Saisonwettkämpfen musste die Mannschaft auf eine Leistungsträgerin verzichten: die erkrankte Elena Rembowski.

Wie gewonnen, so zerronnen

So kommentierte die Schützengilde Mengshausen im Internet die Höhen und Tiefen ihrer Mannschaft am letzten Bundesligawochenende. Gegen eine hochkarätige SB Freiheit habe das Team von Trainerin Sabine Kames keine Chance gehabt. Die Ausnahme: Lisa Müller preschte im Sprint nach vorn und markierte in nur 24 Minuten ein hervorragendes Ergebnis: 395 Ringe.

Ihr Gegner Sebastian Höfs hatte bei ihrem Abschluss noch 23 Schuss vor sich. Im Nachgang blieb er ihr allerdings auf den Fersen. Doch am Ende reichte es mit 394 Ringen nicht zum Punktgewinn. Den holte sich Lisa Müller. Es war der Ehrentreffer für Mengshausen.

Überboten wurde das Resultat der Nationalschützin von Jan Lochbihler aus der Schweiz, der diesmal die Ausländerposition im Team der Waldhessen besetzte. Er erzielte das absolute Spitzenresultat der Mengshäuser mit 398 Ringen. Zum Einzelsieg reichte es nicht. Den errang Michaela Thöle mit nur einer verpassten Zehn in den 40 Wettkampfschüssen. Das war mit 399 Ringen die Tagesbestleistung in Nordstemmen.

Deutlicher fielen die Niederlagen von Jaqueline Orth (391:395 gegen Olympiasieger Alin George Moldoveanu) und Patrick Seyfarth (389:394 gegen Jolyn Beer) aus. Das Abschlussmatch verlor Tobias Göbel mit 384:387 gegen die für die SB Freiheit startende Pamela Bindel aus Obergeis. Sie wird im Bundesligafinale somit die einzige Sportlerin aus dem Kreis Hersfeld-Rotenburg sein.

Elsen abgefrühstückt

Diesen Kommentar lieferte Maik Eckhardt in der Liveübertragung von SportDeutschland.TV zum 4:1-Sieg von Mengshausen gegen Hubertus Elsen. Das Match wurde auf den mittleren Rängen entschieden. Lisa Müller legte 392 Ringe vor, die Amelie Kleinmanns mit 390 im Nachgang nicht überbieten konnte.

In die Vorlage ging auch Patrick Seyfarth beim Sieg mit 395:391 Ringen gegen Denise Palberg. Das Topresultat lieferte Jan Lochbihler beim 397:387-Triumph gegen Nadine Schüler ab. Damit war der Wettkampf schon entschieden. Jaqueline Orth erreichte ein Unentschieden gegen Peter Hellenbrand (beide 393 Ringe), verlor aber das Stechen mit 9:10. Besser machte es Tobias Göbel. Auch sein Einzel gegen Andreas Tasche endete ausgeglichen (beide 386 Ringe). Das Stechen gewann Göbel mit 10:9 zum Endstand von 4:1.

Von Herbert Vöckel

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