Fußball-Verbandsliga: Asbach vergibt Chancen und unterliegt Weidenhausen am Ende deutlich 

SVA lässt beim 1:4 zu viel liegen

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Ehemalige Teamkollegen: Asbachs Christoph Wiegand (in Gelb) und der Weidenhäuser Tim Gonnermann, der bis 2012 einige Jahre für den SVA aktiv war.

Asbach. Rückschlag für den SVA Bad Hersfeld in der Fußball-Verbandsliga: Die abstiegsbedrohten Asbacher unterlagen dem SV Adler Weidenhausen deutlich mit 1:4 (1:2). Die Niederlage ist einmal mehr unnötig und fällt am Ende auch um ein, wenn nicht gar zwei Tore zu hoch aus.

DIE TORE

Fallen in der turbulenten Anfangsphase eines intensiven und abwechslungsreichen Verbandsliga-Spiels wie reife Früchte. Zunächst ist es eine Co-Produktion der Gonnermann-Brüder Sören und Tim, die Weidenhausen nach sieben Minuten jubeln lässt. Sörens Zuspiel von der Grundlinie bringt der ehemalige Kapitän des SVA, der bis 2012 in Asbach gespielt hatte, mühelos im Tor unter. Schön herausgespielt nur vier Minuten später auch der Ausgleich: Eine Flanke des fleißigen Daniel Hanslik, einem der besten Asbacher an diesem Nachmittag, drückt Stephan Wiegand entschlossen per Hechtkopfball über die Linie.

Alles wieder gut? Von wegen. Nur zwei Minuten später säbelt SVA-Torhüter Witold Sabela im Strafraum Sören Gonnermann um, nachdem der sich über ein Missverständnis der SVA-Innenverteidiger Alex Ebinger und Andy Pannek gefreut hatte. Jan Gerbig tritt an – und trifft sicher zum 1:2.

Erst in der 75. Minute setzt sich der Torreigen fort. Einen Rückpass des überragenden Sören Gonnermann verwertet der eingewechselte René Gonnermann – der übrigens nicht mit Jan, Sören und Tim verwandt ist (!) – zum 1:3. Noch einmal Gerbig per Strafstoß – nach Foul an: Sören Gonnermann – stellt in der 80. Minute den 1:4-Endstand her.

DIE TORCHANCEN

Allein Bekim Mustafi strapaziert an diesem Tag die Nerven der SVA-Anhänger mit seinen beiden Großchancen (17., 26.) sowie einem Pfostentreffer nach einer Stunde. Dass aber Schiedsrichter Ebert einen klaren Strafstoß an ihm nicht pfeift (60.), dafür kann der oftmals viel zu eigensinnige Angreifer nichts. Auch Tim Ullrich (52.) und Sebastian Schuch, dessen Schuss nach Mustafis Pfostentreffer von der Linie gekratzt wird (!), haben den Ausgleich auf dem Fuß.

Und Weidenhausen? Hat ebenfalls noch eine Handvoll bester Gelegenheiten durch Sören Gonnermann (8., 52.), Philipp Baumbach (23.) sowie Tim (64.) und René Gonnermann (70.), der aus nächster Nähe am starken Sabela scheitert.

DIE TRAINERSTIMMEN

„Es ist sehr ärgerlich, weil wir dieses Spiel nicht hätten verlieren müssen. Aber wie oft habe ich das jetzt schon gesagt“, bilanzierte SVA-Coach Frank Ullrich enttäuscht. Der 50-Jährige räumt allerdings ein, dass sich seine Mannschaft bei den Gegentoren nicht besonders glücklich verhalten habe – und bemängelt die mangelhafte Chancenauswertung. „Die meisten Gegner sind einfach cleverer als wir.“

Weidenhausens Trainer Marco Wehr ist der deutliche Erfolg am Ende fast ein wenig unangenehm. „Hersfeld hat uns absolut gefordert und war dem Ausgleich vor allem in der zweiten Halbzeit mehrfach ganz nahe. Da kann so ein Spiel auch kippen“, gibt er zu. Angesprochen auf den überragenden Sören Gonnermann meint er: „Wir haben in der Offensive eine Qualität, um solche Spiele dann doch für uns zu entscheiden. Wir sind sehr glücklich über diese drei Punkte.“

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