Turnier in Kerspenhausen: Hohes Tempo – tolle Moral

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Duell an der Seitenauslinie: Kerspenhausens Spieler (rechts) kämpft mit Niederaula/Hattenbachs Akteur.

Niederaula. Ehe sich Mike Porsche über das Sportliche des Hallenfußballturniers seines TSV Kerspenhausen äußerte, war ihm Grundsätzliches wichtig.

„Enttäuschend war“, bemerkte der TSV-Spielertrainer, „dass doch so viele Mannschaften abgesagt haben.“ Porsche mochte nichts überbewerten, empfand es aber als „erschreckend“, dass sehr viele Trainer im Vorfeld sagten, „wir bereiten uns auf die Serie im Freien vor. Das ist wichtiger, als in der Halle zu spielen.“ Oder die Verletzungsgefahr sei zu hoch. „Wir haben noch das Beste daraus gemacht“, sagte Porsche.

Heraus kam eine Konkurrenz mit sechs Mannschaften in der Großsporthalle Niederaula. Die verlief, abgesehen von Kerspenhausens zweitem Team, das ohne jede Chance war, weitgehend ausgeglichen und bot spannende Spiele.

Eine Vertretung aber ragte heraus und drückte dem Wettbewerb den Stempel auf: Die SG Hessen/SpVgg Hersfeld. „Ein absolut verdienter Turniersieger“, urteilte Porsche. Tempo und Spielverständnis der spielstärksten Mannschaft beeindruckten, äußerst geschlossen trat der Tagesbeste auf. Besonders imponierte eines: Von Rückständen ließen sich die Hessen nicht irritieren. Ob sie 0:2 oder 0:4 zurücklagen, sie drehten die Spiele noch und verfielen nicht in Hektik. Toll war die Moral des Turniersiegers.

Mithalten konnten am ehesten Niederaula/Hattenbach II, das auf dem zweiten Rang einkam, und Aulatal als Turnierdritter. Letztgenanntes Team stellte wieder einmal seine Spielstärke unter Beweis. Mit der Leistung seines gastgebenden Teams zeigte sich Porsche durchaus einverstanden. Zwei Spiele gewann es, zwei verlor es, eines endete unentschieden. „Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden“, erklärte der Spielertrainer des B-Ligisten.

War Kerspenhausen gegen Hessen Hersfeld chancenlos, weil es mitspielen wollte (1:7), sprang gegen Aulatal ein 2:2 heraus. 1:3 hieß es gegen Niederaula/Hattenbach II.

„Da haben wir drei ganz böse Böcke gemacht“, ärgerte sich der Coach, dessen Team dem Kontrahenten das Spiel praktisch schenkte. Doch Porsche ist Porsche. Auch das Grundsätzliche war ihm wichtig.

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