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Fünfter Volkstriathlon in Gershausen wieder ein Riesenerfolg für Starter und Verein

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Momente eines Triathlons: (von links) die Neuensteinerin Alexandra Pudwil auf dem Rad, der Hünfelder Patrick Alles im Ziel nach dem Lauf und ein Teilnehmer vor dem Wechsel von der Schwimm- auf die Radstrecke. Foto: Eyert (2), Wenzel
Momente eines Triathlons: (von links) die Neuensteinerin Alexandra Pudwil auf dem Rad, der Hünfelder Patrick Alles im Ziel nach dem Lauf und ein Teilnehmer vor dem Wechsel von der Schwimm- auf die Radstrecke. Foto: Eyert (2), Wenzel

Vielleicht 200 Meter vor dem Ziel hat irgendjemand ein Grinsegesicht auf den Asphalt gepinselt. Daneben weist ein blauer Pfeil Richtung Sporthaus. Gleich ist es geschafft, soll das heißen.

400 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen - der Volkstriathlon in Gershausen.

Sie haben morgens um acht angefangen, alles vorzubereiten, die Helfer des 1. FC, der zum fünften Mal diese Veranstaltung wuppt. Strecke absperren. Wechselzonen einrichten. Bewirtung klarmachen. Mit 70 Helfern sind sie auf den Beinen - das ist die Hälfte der Vereinsmitglieder.

Reinhard Matthäi ist schon längst in seinem Element. Der Moderator, den Sportfans der Region vom Lollslauf bekannt, weist die Starter ein, erklärt den Zuschauern den Wettkampf. Heinrich Schenk, Beigeordneter der Gemeinde Kirchheim, gibt den Startschuss, und die erste Welle stürzt sich ins Wasser des Sees oberhalb von Gershausen. Zwei Runden sind zu schwimmen. Matthäi lässt niemanden im Wasser allein: „Auf geht’s, Norbert, das machst du gut“, „Ja, Yvonne, gleich ist es geschafft“, und immer wieder: „Links um die Boje rum, links rum!“

Sie haben ihre Fans an Land, die Schwimmer. Gershäuser, Kirchheimer, Neuensteiner sind am Start. Aber auch aus Fulda, Ladenburg, Köln, Bremerhaven kommen Starter. Gershausen hat einen Namen auf der Triathlon-Landkarte. Das Publikum geht mit - und leidet mit: Beim Wechsel in die Radklamotten geht ein heftiger Regen nieder. Muss das sein?

Über eine Kuppe können die Zuschauer vom Start zum Ziel gehen. Dort, am Sporthaus des 1. FC, wird der Grill angeworfen. Die Kuchentheke ist prächtig. „Nur Selbstgebackenes“, versichern sie. Daneben ist die Wechselzone, wo die Räder abgestellt werden. Es geht in die Laufschuhe. 5000 Meter noch. Aus den Lautsprechern tönt „Satisfaction“ von den Stones.

Und Reinhard Matthäi? Sitzt auf einem Hochstuhl und läuft zur Hochform auf. „Da kommt der erste Läufer, der Patrick ist es, Patrick Alles aus Hünfeld, ja, noch 50 Meter“, ruft er.

Patrick Alles aus Hünfeld reckt den Arm in die Höhe. Sieger ist er nicht; später Gestartete sind schneller. „Eine tolle Strecke, enge Kurven, ziemlich windig da draußen. Aber das macht’s ja aus. Nächstes Jahr wieder“, sagt er begeistert.

Reinhard Matthäi kann die Sieger ansagen. Benjamin Hartmann aus Gelnhausen und Simone Arnold vom SC Neuenstein gewinnen, dazu die Mannschaft des TSV Reilos. „Gib nochmal Gas“, ruft Matthäi, und dann kommt der Satz, der irgendwie für alle gilt - Starter, Publikum und Helfer: „Ihr seid alle klasse!“

Von Rainer Henkel

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