Toni Kroos hatte sich die EM ganz sicher anders vorgestellt. Bis zum Halbfinale war er Ergänzungsspieler, der über Einwechsel-Einsätze nicht hinaus kam. Und dann stellte ihn Joachim Löw in die Startelf, was völlig daneben ging. Der Bundestrainer wollte die Zentrale stärken und Kroos gegen Andrea Pirlo stellen - doch dadurch entstanden ganz andere Lücken, die mit zum DFB-Aus führten.
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Kroos erklärt die taktische Maßgabe. "Wir wollten sehr wohl unser Spiel durchziehen", so der 22-Jährige im Kicker, "das hat doch mit der taktischen Umstellung nichts zu tun. Wir haben sie gerade zu diesem Zweck vorgenommen, indem wir versuchten, das Zentrum zu stärken. Wenn der Gegner einen so überragenden Mann wie Pirlo in seinen Reihen hat, braucht man doch nicht so arrogant sein und sagen, der ist uns egal."
Während der EM hatte sich Kroos in einem vieldiskutierten tz-Interview über seine Reservistenrolle und den Fußball des DFB-Teams beklagt. Er tat dies mit moderaten Worten - und dennoch bekam er dadurch von manchen ein Motzki-Image auferlegt. Nun wehrt er sich. "Ich bin nicht bekannt für öffentliche Kritik und werde es sicherlich nie werden", stellt er klar. "Aber: Es muss erlaubt sein, die Meinung zu sagen. Das habe ich getan, als ich gebeten wurde, unser aktuelles Spiel mit dem von 2010 zu vergleichen. Ich habe zu keinem Zeitpunkt Kritik am Trainer oder an Mitspielern geübt. Im Gegenteil, von vielen Beteiligten kamen gleiche oder ähnliche Aussagen."
al.




































































































































