Kassel. Langsam kommt Licht in die bislang so gut gehütete Zukunft der Kassel Huskies. Eine der wichtigsten Personalien für die kommende Saison scheint geklärt: Der Kanadier Dean Fedorchuk soll neuer Trainer der Schlittenhunde werden.

Das hat gestern Fabian Dahlem bestätigt, der designierte sportliche Leiter der Huskies. Allerdings: Einen Vertrag hat der Wunschkandidat noch nicht unterschrieben. Das geschehe erst, wenn Dennis Rossing die Huskies GmbH übernommen habe, sagt Dahlem. Bislang hatte er stets nur Andeutungen gemacht. Ein frisches neues Gesicht solle kommen. Ein Nordamerikaner, der die Linie des nach Hamburg wechselnden Trainers Stéphane Richer fortführen werde. Fedorchuk entspricht genau diesem Profil. Er ist 39 Jahre alt und kommt von den Odense Bulldogs. Den dänischen Klub führte er als Manager und Coach 2009 zum Pokalsieg.
Mittlerweile hat er das Traineramt niedergelegt. Auch wenn er in den vergangenen neun Jahren in Dänemark gespielt und gelebt hat: Deutschland ist für ihn kein unbekanntes Pflaster. Zwischen 1995 und 2001 stürmte der Kanadier für Heilbronn, Bietigheim und Neuwied. Aus dieser Zeit kennen sich Dahlem und Fedorchuk, auch Richer hat sich für seinen Landsmann ausgesprochen. "Dean steht für offensives, aggressives Eishockey. Er ist jemand, der sich nicht zu schade ist, 24 Stunden am Tag Eishockey zu denken", charakterisiert Dahlem den dreifachen Familienvater. Dass Fedorchuk keine DEL-Erfahrung hat, soll ein erfahrener Co-Trainer kompensieren. Wer genau, das steht jedoch noch nicht fest. Dahlem verweist auf Larry Mitchell.
Fedorchuk selbst versteht sich als Vertreter einer neuen Trainergeneration. Eine, die weltweit Kontakte unterhält, auf neue Technologien setzt und ein enges persönliches Verhältnis zu den Spielern pflegt. In der Branche gilt er außerdem als sehr zuverlässig.
Für Kassel hat der 39-Jährige schon konkrete Ideen. Und die decken sich mit denen von Dahlem: "Kurzfristig muss die Mannschaft wettbewerbsfähig gemacht werden. Das Team muss schneller werden, aggressiver und so aus dem Tabellenkeller rauskommen", sagt der Kanadier. Ein Ziel, das Dahlem weiter konkretisiert: "Wir wollen weg vom Image der grauen Maus. Aufbruchstimmung erzeugen."
Quelle: HNA Online


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