Kassel. Michi Christ, ja; Manuel Klinge, natürlich; Alex Heinrich, Sven Valenti und Stéphane Robitaille auch. Aber Petr Sikora hatten im Sommer nicht viele im Umfeld der Kassel Huskies als echten Trumpf dieser Eishockey-Saison auf der Rechnung.

Das Tor und den Sieg fest im Blick: Huskies-Topscorer Petr Sikora. Foto: Fischer
Ein Tscheche mit deutschem Pass, okay, aber schon 41. Und keiner, der herausragende Statistiken vorweist. Ob der’s noch drauf hat für Oberliga?
Sikora hat’s drauf – und wie! So gut ist der Oldie, dass er die Endrunden-Rangliste der Schlittenhunde anführt mit 8 Toren und 21 (!) Vorlagen – klar vor seinen beiden Sturmpartnern Klinge (9 + 9) und Christ (3 + 10) sowie vor Valenti (5 + 6) und Christoph Koziol (5 + 5). Auch in der Liga ist Punktesammler Sikora die Nummer eins vor den Nauheimern Schwab (9 + 10) und Stanley (6 + 13) sowie Dortmunds Liesegang (7 + 12).
Jamie Bartman erhebt den Routinier in den Stand des Strategen und des Musterprofis. „Von ihm kann sich jeder etwas abgucken, bei jedem Training“, sagt der Trainer. Und Sportchef Daniel Lammel urteilt über den Glücksgriff Sikora: „Er ist ein ausgebufftes Schlitzohr und der ideale Partner für Klinge und Christ.“
So kann „Piet“ weiterhin vormittags seinen Körper pflegen und in Form halten, „während die Jungen an der Arbeit ranklotzen müssen“. 30 Jahre lang habe er ganz bewusst für diesen Sport gelebt. Bis heute erntet er die Früchte davon. Natürlich liebe er Weizenbier und auch das Pilsener – „ich bin ja Tscheche“. Aber er habe stets genau kalkuliert, was er seinem Körper zumuten kann und auch viel geschlafen.
Und das könnte für den punktbesten Husky durchaus noch ein weiteres Jahr in Kassel so bleiben. „Mir gefällt’s prima hier“, sagt Petr Sikora. Sein Berater Klaus Weber und Huskies-Sportchef Daniel Lammel („auf jeden Fall wollen wir ihn gern behalten“) seien bereits im Gespräch. „Aber eine Entscheidung fällt erst nach der Saison. In Ruhe.“
Von Gerald Schaumburg
Quelle: HNA Online


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