Für den Handwerksberuf des Holzblasinstrumentenmachers lernen die Gesellen in der Ausbildung das Bauen von Holzblasinstrumenten.

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    • 06.08.12
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Beruf der Woche: Holzblasinstrumentenmacher

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Eines haben Sinfonieorchester, Tanzcombos und Rockbands gemeinsam: Sie sind auf deine Arbeit als Holzblasinstrumentenmacher angewiesen. Die von dir gefertigten Oboen, Klarinetten und Flöten spielen dank ihrer vielseitigen Klangfarben in allen Musikstilen eine große Rolle.

© dpa

Während einige Holzblasinstrumente wirklich nur aus Holz gemacht sind, bestehen andere, wie Klarinetten, Oboen oder Fagotte, aus Holz und Metall. Und das Saxofon ist das wohl bekannteste Beispiel dafür, dass Holzblasinstrumente auch komplett aus Metall bestehen können. Als Holzblasinstrumentenmacher musst du daher nicht nur das Naturmaterial Holz, sondern auch Metall bearbeiten können: Drechseln, Schmieden, Feilen und Löten gehören zu deinen Fertigkeiten.

Du bearbeitest ausgesuchte wertvolle Harthölzer – aus unseren Breitengraden sowie aus Afrika und Mittelamerika – genauso wie die Klappenteile aus Edelmetall, die auf das Holzinstrument montiert werden und mit deren Hilfe die Tonlöcher abgedeckt werden.

Mit Feinmechanik und Freude

Du solltest handwerkliches Geschick und Freude an feinmechanischer Arbeit mitbringen, wenn du den Beruf des Holzblasinstrumentenmachers erlernen möchtest. Hilfreich – aber keine Voraussetzung – ist es zudem, wenn du schon ein Instrument spielen kannst. Das lässt sich aber auch nachträglich noch erlernen.

Wenn du in diesem Beruf nicht in Handwerks- und Industriebetrieben neue Instrumente herstellst, kann es sein, dass du in Musikhäusern und Reparaturbetrieben zum Einsatz kommst. Denn Service und Reparaturen sind wichtige Standbeine für deinen Berufszweig. Schließlich ist bei jedem Holzblasinstrument von Zeit zu Zeit eine Reparatur fällig.

Steckbrief

Die Ausbildungsdauer beträgt drei Jahre. Zu den Ausbildungsinhalten gehören...

  • Berufsbildung
  • Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes
  • Arbeits- und Tarifrecht, Arbeitsschutz
  • Arbeitssicherheit, Umweltschutz und rationelle Energieverwendung
  • Planen und Vorbereiten des Arbeitsablaufs sowie Kontrollieren und Bewerten des Arbeitsergebnisses, Qualitätssicherung
  • Prüfen, Anreißen und Kennzeichnen
  • Lesen, Anwenden und Erstellen von technischen Unterlagen
  • Bestimmen und Zuordnen von Instrumenten
  • Auswählen der Werk- und Hilfsstoffe und deren Lagerung
  • Ausrichten und Spannen von Werkzeugen und Werkstücken
  • Manuelles und maschinelles Bearbeiten von Werkstoffen
  • Warten und Pflegen von Betriebsmitteln
  • Anfertigen von Klappenmechanikteilen
  • Fügen
  • Anfertigen und Zurichten von Kleinwerkzeugen
  • Herstellen von Korpussen aus Holz oder Metall
  • Behandeln von Oberflächen
  • Bohren von Ton- und Säulchenlöchern
  • Anbringen und Bearbeiten von Säulchen
  • Zusammenbauen und Einpassen der Klappenmechanik
  • Spielfertigmachen von Instrumenten
  • Reparieren von Instrumenten

Gesellenprüfung

Während der Berufsausbildung ist eine Zwischenprüfung durchzuführen. Sie soll vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres stattfinden. Die Ausbildung schließt mit einer Gesellen-/Abschlussprüfung ab. (willkommen-bei-den-profis)

Quelle: HNA Online

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