UN-Klimagipfel Wulff unzufrieden mit Ergebnissen

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Bundespräsident Christian Wulff ist nicht zufrieden mit den Ergebnissen des UN-Klimagipfels in Durban.

Abu Dhabi - Bundespräsident Christian Wulff hat die Ergebnisse der Weltklimakonferenz in Durban zurückhaltend bewertet. Das Ergebnis des Treffens habe gezeigt, wie weit weg ein tragfähiges Kyoto-Nachfolgeprotokoll noch sei.

Das sagte Wulff am Montag auf einer Wirtschaftskonferenz im Golf-Emirat Abu Dhabi. Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) hatte gesagt: “Das Paket von Durban ist ein großer, wegweisender Erfolg für den Klimaschutz.“ Der Bundespräsident würdigte die konsequenten Schritte der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) im Umweltschutz und beim Ausbau Erneuerbarer Energien. In den Verhandlungen zur Begrenzung des globalen Klimawandels komme den VAE eine regionale Führungsrolle zu.

Der UN-Klimagipfel hat sich nach einem Verhandlungsmarathon auf die Erarbeitung eines Weltklimavertrages zur Begrenzung der Erderwärmung bis 2015 verständigt. Erstmals wollen auch Klimasünder wie die USA und China verbindliche Ziele zur Minderung ihrer Ausstöße von Treibhausgasen mittragen. Mit der Einigung vom Sonntag könnte die EU erreichen, dass das Abkommen bis 2015 erarbeitet wird und 2020 in Kraft tritt.

Bis dahin soll das vor allem die EU-Staaten betreffende Kyoto-Protokoll verlängert werden. Die endgültige Entscheidung hierüber soll aber erst auf der nächsten Klimakonferenz 2012 in Katar fallen. Ziel ist, dass zumindest die sich zu Kyoto bekennenden Staaten weiterhin hohe Klimaschutzverpflichtungen eingehen, bevor es einen erstmaligen Weltklimavertrag gibt. Wulff hatte Katar am Sonntag besucht.

dpa

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