Umfrage: Schwarz-Gelb nur noch bei 36 Prozent

Berlin - Union und FDP büßen Vertrauen ein und erreichen zusammen nur noch 36 Prozent. Die SPD hat in der Wählergunst dazugewonnen. Gegen SPD-Chef Sigmar Gabriel würde sich Kanzlerin Merkel dennoch durchsetzen.

Die Union verliert im wöchentlichen “Stern“-RTL-Wahltrend einen Punkt und landet bei 32 Prozent. Die FDP rutscht in der am Mittwoch veröffentlichten Umfrage mit 4 Prozent (minus 1) wieder unter die 5-Prozent-Hürde und wäre damit nicht mehr im Bundestag vertreten.

In der vor dem Debakel für Schwarz-Gelb in Mecklenburg-Vorpommern durchgeführten Umfrage legt die SPD auf Bundesebene um zwei Punkte auf 27 Prozent zu, die Grünen liegen bei 19 Prozent (minus 2), die Linke bleibt bei 9 Prozent. Rot-Grün hat demnach mit 46 Prozent einen Vorsprung von zehn Punkten vor der schwarz-gelben Koalition.

Wie ihre Partei befinden sich auch die möglichen Kanzlerkandidaten der SPD im Aufwind. Wenn die Bundesbürger die Wahl hätten zwischen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und dem früheren Bundesfinanzminister Peer Steinbrück, würden sich 40 Prozent für die CDU-Chefin und 39 Prozent für den SPD-Politiker entscheiden. Bei der Alternative Merkel gegen SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier würden 37 Prozent Merkel wählen und 35 Prozent Steinmeier. Bei einem Duell zwischen Merkel und SPD-Chef Sigmar Gabriel würde die CDU-Chefin mit 52 zu 20 deutlicher gewinnen.

Kritisch sehen die Befragten den Umgang des FDP-Vorsitzenden Philipp Rösler mit Außenminister Guido Westerwelle. 71 Prozent sehen Westerwelle nicht als Hauptverantwortlichen für die aktuelle FDP-Krise. Sollte Westerwelle doch noch sein Amt aufgeben, wäre Rösler in den Augen der Wähler keine Alternative. Die Frage, ob er das Außenministerium übernehmen solle, verneinten 71 Prozent der Befragten.

dpa

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