Umfragen: Gute Werte für Merkel und Wulff

+
Angela Merkel kommt in den Umfragen gut weg, Philipp Rösler nicht.

Hamburg - Laut einer Umfrage schenken die Deutschen der Bundeskanzlerin von allen Spitzenpolitikern das meiste Vertrauen. Der FDP-Chef kommt besonders schlecht weg. Mit Bundespräsident Wulff sind sie zufrieden.

Das Ansehen von Bundespräsident Christian Wulff in der Bevölkerung hat trotz der anhaltenden Kritik an seinem Verhalten in der Kreditaffäre nicht gelitten. In einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage für das Hamburger Magazin “Stern“ äußerten sich 63 Prozent der Befragten zufrieden mit seiner Arbeit, 30 Prozent unzufrieden. Forsa erhob die Daten allerdings vor Bekanntwerden der Interventionen des Präsidenten beim Axel Springer Verlag. Im Vergleich zu einer Umfrage Mitte Dezember blieben die Werte nahezu unverändert. Damals hatte sich 62 Prozent zufrieden und 27 Prozent unzufrieden geäußert.

Keine Veränderungen zeigen sich dem “Stern“-RTL-Wahltrend zufolge auch im Wählerzuspruch für die schwarz-gelbe Koalition. Die FDP kommt auch zu Beginn des neuen Jahres nicht aus ihrer Schwächephase heraus. Die Union erreicht demnach wie in der Vorwoche 35 Prozent, die FDP bleibt bei 3 Prozent. Die Koalition bleibt damit weiter ohne eigene Mehrheit. Union und FDP liegen rund 10 Punkte unter ihrem Wahlergebnis von 2009. Damals kamen sie zusammen auf 48,4 Prozent.

Die SPD kommt der Forsa-Umfrage zufolge auf 27 Prozent (minus 1 Punkt). Keine Veränderungen gibt es bei den Grünen mit 14 Prozent und bei der Linken mit 8 Prozent. Die Piratenpartei gewinnt einen Punkt und wäre mit 8 Prozent im nächsten Bundestag vertreten. SPD und Grüne könnten mit zusammen 41 Prozent ohne Unterstützung einer anderen Partei keine Regierung bilden.

Kein Vertrauen in Philipp Rösler

Wenn es um die Frage nach dem Vertrauen der Deutschen in Spitzenpolitiker geht, hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) von die Nase vorn. In einer ebenfalls im "Stern" veröffentlichten Umfrage, bei der die Befragten Punkte zwischen 0 für „kein Vertrauen“ und 100 für „sehr großes Vertrauen“ vergeben konnten, erhielt sie im Schnitt 62 Punkte.

Verglichen mit Anfang November 2011 ist dies ein Plus von drei Punkten. Auf Merkel folgt Ex-Finanzminister Peer Steinbrück (SPD), der um zwei auf 56 Punkte fiel. Auch SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier büßte Vertrauen ein, er kommt mit 55 Punkten (minus drei) auf Rang drei.

Das Ende der Skala belegen zwei Spitzenpolitiker der FDP. Parteichef und Wirtschaftsminister Philipp Rösler verlor fünf Punkte und landete mit 30 Punkten auf dem vorletzten Platz. Außenminister Guido Westerwelle verbesserte sich zwar um einen Punkt, bildet mit 28 Punkten aber weiter das Schlusslicht.

dapd/dpa

Kommentare