Stuttgart 21: Gegner treffen sich zu ersten Gesprächen

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Die Gegner des Bahnprojekts Stuttgart 21 Peter Conradi, Gangolf Stocker und Werner Wölfle vor dem ersten Sondierungsgespräch

Stuttgart - Im Streit über “Stuttgart 21“ sind am Freitagvormittag nach monatelangen Protesten erstmals Gegner und Befürworter zu einem Sondierungsgespräch zusammengekommen.

Vermittler im Streit um das milliardenschwere Bahnprojekt ist der Stuttgarter Stadtdekan Michael Brock. Vonseiten der Projektpartner nahmen der Infrastrukturvorstand der Bahn, Volker Kefer, Oberbürgermeister Wolfgang Schuster (CDU) und der Amtschef des baden-württembergischen Umweltministeriums, Bernhard Bauer teil. Für die Gegner kamen der Grünen-Stadtrat Werner Wölfle, der Sprecher des Aktionsbündnisses gegen “Stuttgart 21“, Gangolf Stocker, und der Ex-SPD-Bundestagsabgeordnete Peter Conradi.

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Ziel des Sondierungsgesprächs ist laut Brock, die aufgeladene Debatte zu versachlichen. In dem Gespräch soll geklärt werden, unter welchen Voraussetzungen ein Dialog zwischen beiden Seiten möglich ist.

Neuer Sprecher für "Stuttgart 21"

Parallel wollten Ministerpräsident Stefan Mappus, Landesverkehrsministerin Tanja Gönner (beide CDU), Bahnchef Rüdiger Grube und Regionalpräsident Thomas Bopp den Nachfolger des SPD-Politikers Wolfgang Drexler als Sprecher des von “Stuttgart 21“ präsentieren.

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Drexler war nach einem Jahr als Leiter des Kommunikationsbüros zurückgetreten. Der frühere Stuttgarter Regierungspräsident Udo Andriof soll künftig dem Redaktionsbüro angehören.

Das Infrastrukturprojekt “Stuttgart 21“ sieht eine Umgestaltung des Hauptbahnhofs vom Kopf- zum unterirdischen Durchgangsbahnhof vor. Das Projekt soll rund vier Milliarden Euro kosten und bis 2019 gebaut werden.

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