Portugiesische Zugführer streiken

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Auf portugiesischen Bahngleisen ging fünf Stunden lang überhaupt nichts mehr.

Lissabon - Ein Streik der Zugführer während des morgendlichen Berufsverkehrs hat in Portugal ein Verkehrschaos ausgelöst. In den kommenden Tagen wollen auch Busfahrer und Postler streiken.

Ein Streik der Zugführer während des morgendlichen Berufsverkehrs hat am Montag in Portugal zu massiven Verkehrsbeeinträchtigungen geführt. Nur einer von vier Zügen fuhr während des fünfstündigen Ausstands nach Gewerkschaftsangaben planmäßig. Betroffen waren unter anderem die meisten Pendlerzüge und alle Verbindungen zwischen den größeren Städten.

Für Dienstag und Donnerstag sind weitere Streiks angesetzt, am Dienstag wollen außerdem auch die Busfahrer in einen Ausstand treten. Postbeschäftigte wollen in dieser Woche ebenfalls die Arbeit niederlegen.

Die Zugführer protestierten mit ihrem Streik gegen das von der Regierung verordnete Einfrieren der Gehälter im öffentlichen Dienst. Der Schritt ist Teil eines Maßnahmenpakets zur Verringerung des Haushaltsdefizits von 9,3 auf 8,3 Prozent in diesem Jahr. Portugal hat Ende März ein Sanierungsprogramm für die Zeit bis 2013 vorgelegt, bis dahin muss die Neuverschuldung wieder auf die erlaubten drei Prozent sinken. Der öffentliche Schuldenstand Portugals wird nach einer Prognose der EU-Kommissionsprognose von derzeit rund 77,2 Prozent auf knapp 90 Prozent in den kommenden vier Jahren anwachsen.

apn

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