Paris-Terror: Waffenhändler aus Deutschland unter Verdacht

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Einschusslöcher in einem Pariser Café: Terroristen hatten an mehreren Orten in der französischen Hauptstadt 130 Menschen getötet, unter anderem mit Sturmgewehren des Typs Kalaschnikow. Foto: Uwe Anspach/dpa

Stuttgart (dpa) - Im Zuge der Ermittlungen nach den Pariser Terroranschlägen ist nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung ein Waffenhändler aus dem baden-württembergischen Magstadt (Kreis Böblingen) verhaftet worden.

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart bestätigte, dass ein Ermittlungsverfahren gegen einen 34 Jahre alten Mann laufe. Der Mann steht den Angaben zufolge im Verdacht von Verstößen gegen das Waffengesetz. "Er soll legale Schreckschusspistolen umgebaut haben zu Schusswaffen und diese dann im Internet verkauft haben", sagte eine Sprecherin der Stuttgarter Staatsanwaltschaft. Einen Bezug zu den Terroranschlägen von Paris wollte sie zunächst nicht bestätigen. Der Verdächtige sitzt in Untersuchungshaft in Stuttgart-Stammheim.

Unter Berufung auf Unterlagen deutscher Ermittlungsbehörden schreibt die "Bild"-Zeitung, der Mann habe Anfang November vier Sturmgewehre vom Typ Kalaschnikow verkauft. Auf seine Spur seien die Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft und der dortige Zoll gekommen. Es liefen gemeinsame Ermittlungen gegen mehrere Personen, die im Internet mit Waffen, Waffenteilen und Munition gehandelt haben sollen, heißt es in dem Bericht.

Nach der Hausdurchsuchung beim 34-jährigen Verdächtigen hatte die Auswertung des Smartphones nach Informationen der Zeitung ergeben, dass die vier Sturmgewehre an einen "Araber in Paris" verkauft wurden. Französische Ermittler sollen davon ausgehen, dass die Waffen bei den Terroranschlägen in Paris benutzt worden sein sollen. Islamistische Terroristen hatten vor zwei Wochen in der französischen Hauptstadt 130 Menschen getötet, unter anderem mit Sturmgewehren des Typs Kalaschnikow.

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