Ministerin Merk: CSU braucht Frauenquote

+
Bayerns Justizministerin Beate Merk fordert eine Frauenquote in der CSU.

München - Die CSU streitet weiter um eine Frauenquote in den eigenen Reihen. Die bayerische Justizministerin Beate Merk sprach sich als eine der prominentesten christsozialen Politikerinnen erneut dafür aus.

Es seien zu wenige Frauen in der Partei vertreten, “und alle guten Wünsche haben nicht geholfen zu verändern, dass der Anteil der Frauen in der CSU zurückgeht“, sagte sie am Freitag im Deutschlandradio Kultur.

“Wir werden es mit geballter Kraft schaffen, die Frauenquote ansehnlich zu gestalten“, sagte Merk, die auch Vizechefin der CSU ist. “Es ist nicht ein Weg gegen die Männer, sondern für mehr Partizipation und Miteinander. Wir werden nicht mit Kampf losbrettern, sondern wollen überzeugen.“

Bei einer Sondersitzung des Parteivorstands an diesem Freitag stehen zwei unterschiedliche Vorschläge zur Debatte, die beide eine Quote vorsehen. Die Frauen-Union macht sich für die weitergehende Regelung stark: eine 40-Prozent-Frauenquote bei allen CSU-internen Wahlen von der Kreisverbands-Ebene an. Wenn sich im ersten Wahlgang keine Frau findet, soll es einen zweiten Wahlgang ohne Quote geben. Dagegen steht ein Vorschlag aus den Reihen des CSU-Bezirksverbands Oberbayern: Quote nur in der engeren Spitze.

dpa

Kommentare