Keine Ruhe im Kosovo

Pristina/Belgrad - Der Konflikt im Kosovo ist erneut gefährlich aufgeflammt. Angehörige der EULEX wurden von den Serben kurzzeitig festgesetzt. Was dann passierte:

Die EU-Rechtsstaatsmission EULEX beschlagnahmte am Sonntag einen Bagger, mit dem Ende Juli KFOR-Soldaten angegriffen worden waren. Nach stundenlangen Verhandlungen ließen aufgebrachte Serben im Norden des Kosovos die blockierten EULEX-Verbände abziehen.

EULEX-Beamte hätten den Bagger in Lesak südlich der Grenze zu Serbien entdeckt und ihn auf Antrag eines Staatsanwaltes als Beweismittel beschlagnahmt, berichtete KFOR-Sprecher Hans-Dienter Wichter in Pristina. Mit dem Bagger seien Ende Juli ein Wachhäuschen zerstört und polnische Soldaten der internationalen Schutztruppe KFOR angegriffen worden.

Zunächst hatten Serben in Lesak den EULEX-Verband auf der Brücke über den Ibar-Fluss festgesetzt, um den Abtransport des Baggers zu verhindern. Nach Verhandlungen und der Freilassung eines zuvor wegen Widerstandes festgenommenen Serben konnte der Konvoi weiterfahren.

dpa

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