Köhler-Nachfolge: Merkel schlägt von der Leyen vor

+
Kanzlerin Merkel, Horst Köhler und Ursula von der Leyen bei der Ernennung von der Leyens zur Arbeitsministerin.

Berlin - Kanzlerin Merkel hat nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur mit Ursula von der Leyen ihre Favoritin für das Amt des Bundespräsidenten benannt. Wird Deutschland bald von zwei Frauen regiert?

“Wir werden uns verständigen, wer ein gemeinsamer Kandidat der Koalition sein kann“, sagte die stellvertretende Parteivorsitzende Cornelia Pieper zur Präsidenten-Fragen vor der Sitzung. Es komme dabei auch darauf an, dass die Opposition in die Zustimmung eingebunden werde. Einen eigenen Kandidaten wollen die Freidemokraten nicht stellen.

Lesen Sie auch:

Ein Student brachte Köhler zu Fall

Von der Leyen Favoritin für Köhler-Nachfolge

Von der Leyen wird vor allem für ihre Familien- und Sozialpolitik über Parteigrenzen hinweg geschätzt und gilt als Frau mit großem Durchsetzungsvermögen, hieß es in Koalitionskreisen. Für Lammert spreche seine souveräne Amtsführung und parteiübergreifende Anerkennung als Bundestagspräsident.

Nach dem überraschenden Rücktritt von Köhler könnte Merkel mit einer schnellen Einigung zumindest eines der gegenwärtigen vielen Konfliktfelder lösen. Zugleich könnte dies Luft schaffen für die Sondierungsgespräche von CDU und SPD in Nordrhein-Westfalen, wenn der bei der SPD umstrittene Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) neuer Arbeitsminister im Bundeskabinett würde. Rüttgers sagte jedoch am Dienstagabend in Düsseldorf zu den Gerüchten: “Mein Platz ist in Nordrhein-Westfalen.“

dpa

Kommentare