Japan und China wollen Nordkorea stabilisieren

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Der japanische Ministerpräsident Yoshihiko Noda (l.) und der chinesische Premier Wen Jiabao (r.)

Peking - Tokio und Peking haben sich bei einem Besuch des japanischen Ministerpräsidenten Yoshihiko Noda in China am Sonntag auf eine engere Zusammenarbeit im Umgang mit Nordkorea geeinigt.

“Wir stehen im Osten Asiens derzeit vor einer neuen Situation“, sagte Noda im Hinblick auf den Tod des langjährigen Machthabers Kim Jong Il vor einer Woche. Die Sicherung von Frieden und Stabilität auf der koreanischen Halbinsel sei im gemeinsamen Interesse der beiden Länder, hieß es vor einem Treffen des Regierungschefs aus Tokio mit dessen chinesischem Kollegen Wen Jiabao.

In den bereits seit längerer Zeit geplanten Gesprächen in Peking sollte es ursprünglich vor allem um zwischenstaatliche Themen gehen, einschließlich des Streits um eine Inselgruppe, auf die beide Länder Anspruch erheben. Mit dem Tod des nordkoreanischen Staatschefs am 17. Dezember rückte die Frage nach dessen Nachfolge sowie nach der allgemeinen politischen Zukunft des isolierten Landes auf der Agenda jedoch nach ganz oben.

Noda erklärte am Sonntag, er hoffe auf eine baldige Wiederaufnahme der Sechsparteien-Gespräche über das umstrittene nordkoreanische Atomprogramm. Vor seiner Rückkehr nach Tokio war für Montag auch noch ein Treffen mit dem chinesischen Präsidenten Hu Jintao geplant.

dapd

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