Lindner: "Niemand sollte die FDP abschreiben"

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FDP-Generalsekretär Christian Lindner.

Schwerin/Berlin - Die FDP hat den Einzug ins Parlament von Mecklenburg-Vorpommern klar verfehlt. Christian Lindner, der Generalsekretär der Liberalen reagierte enttäuscht, gab sich aber auch kämpferisch.

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FDP-Generalsekretär Christian Lindner hat das Abschneiden seiner Partei in Mecklenburg-Vorpommern als Niederlage bezeichnet. “Die Gewinner sind diesen Abend woanders“, sagte er am Sonntag nach der Landtagswahl. Es sei “bitter“, dass im neuen Schweriner Landtag keine liberale Stimme mehr vertreten sei, aber voraussichtlich mit der NPD Feinde der Demokratie einzögen.

Lindner sagte, seine Partei werde nun umso entschlossener um Stimmen bei der Abgeordnetenwahl in Berlin und den Kommunalwahlen in Niedersachsen kämpfen. Er kündigte auch an: “Wir werden uns jetzt mit neuer Disziplin unseren Brot- und Butterthemen zuwenden.“ Lindner nannte einen harten Euro, eine stabile Wirtschaft und sichere Arbeitsplätze. Damit wolle die FDP wieder Vertrauen gewinnen. “Niemand sollte die FDP abschreiben, wir kämpfen“, sagte er.

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Im ZDF sagte der Generalsekretär, die FDP habe sich nie der Illusion hingegeben, dass sie ihre Lage schnell verbessern könne. “Wir wissen, dass Vertrauen verloren gegangen ist. Es braucht Zeit, das zurückzugewinnen“, sagte Lindner. Befragt nach personellen Konsequenzen sagte er: “Bitte hören Sie auf mit diesen Personaldebatten. Wir wollen über Sachthemen sprechen.“

dpa

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