Fähren in Griechenland werden bestreikt

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Eine stillgelegte griechische Fähre im Hafen von Piraeus.

Athen - Jetzt streiken sie auch noch! Griechenland muss sparen, aber die Griechen sind unzufrieden mit den Geldbeschaffungsmaßnahmen ihrer Regierung. Nun protestieren Seeleute gegen ausländische Kreuzfahrtunternehmen.

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Die Streikwelle wegen der drastischen Sparmaßnahmen in Griechenland ist am Montag mit einem Ausstand bei den Fähren fortgesetzt worden. Die Gewerkschaft protestiert mit der zunächst eintägigen Aktion gegen Pläne der griechischen Regierung, ausländischen Kreuzfahrtunternehmen zu erlauben, Kreuzfahrten in Piräus zu starten. Damit erhofft sich die Regierung des klammen Landes mehr Einnahmen durch Hafensteuern und die Belebung des Tourismus.

Die Seeleute befürchten, dass heimische Anbieter verdrängt werden. Sie fordern eine Regel, nach der ein Teil der Besatzungen dieser Schiffe aus Griechenland stammen soll. An diesem Dienstag wollen die Beschäftigten im öffentlichen Nahverkehr für sechs Stunden streiken.

In Athen gingen unterdessen die Gespräche von Experten des Internationalen Währungsfonds (IWF), der Europäischen Union (EU) und der Europäischen Zentralbank (EZB) mit der griechischen Regierung über das kombinierte Hilfspaket von EU und IWF in Höhe von insgesamt 45 Milliarden Euro weiter. Die gesamte griechische Presse hält noch härtere Sparmaßnahmen für sicher. Darunter sei die Erhöhung des Rentenalters, massive Entlassungen im staatlichen Bereich und die Besteuerung der Renten, die höher als 1400 Euro sind, hieß es.

dpa

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