Brüderle greift CDU als "sozialdemokratisch" an

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Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle

Berlin - Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) hat die CDU angegriffen und ihre wirtschaftspolitische Grundausrichtung bemängelt. Nach Ansicht des FDP-Ministers positioniert sich die CDU zu wenig konservativ.

“Ich habe schon den Eindruck, dass während der Zeit der Großen Koalition in der Union sozialdemokratische Überlegungen mehr an Gewicht gewonnen haben“, sagte er in einem Interview mit dem Magazin “Cicero“ (Septemberausgabe).

Das Ausscheiden von Unionspolitikern wie Roland Koch kommentierte Brüderle ironisch so: “Die Union ist ja in der glücklichen Lage, einen wirtschaftspolitisch kompetenten Koalitionspartner zu haben.“

Um den Euro zu stärken, empfahl Brüderle allen Mitgliedstaaten des Euro-Raums, die gegen die Regeln des Stabilitäts- und Wachstumspaktes verstoßen, vorübergehend die Stimmrechte zu entziehen und sie von Zuwendungen aus europäischen Fonds auszuschließen. Das ähnelt den Forderungen von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), mit denen er in Verhandlungen in der EU gegangen ist.

dapd

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