Hubschrauber-Probleme

Bericht: Deutsche Marine nur bedingt einsatzfähig

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Die Fregatte ""Brandenburg" mit einem Hubschrauber (Archivbild).

Berlin - Die Einsatzbereitschaft der deutschen Marine ist laut einem Pressebericht wegen des Ausfalls zahlreicher Hubschrauber eingeschränkt.

Von allen 22 Bordhubschraubern des Typs Sea Lynx Mk88A der Marine sei derzeit kein einziger einsatzbereit, berichtete die "Süddeutsche Zeitung" am Montag. Das Blatt berief sich dabei auf ein Dokument aus dem Verteidigungsministerium, das der Zeitung nach eigenen Angaben vorlag.

Der Ausfall beeinträchtige auch die Beteiligung an der EU-Mission Atalanta am Horn von Afrika, hieß es in dem Bericht. Eine "Aufklärung des Sachverhalts und eine Rückkehr zum normalen Flugbetrieb" seien "dieses Jahr nicht mehr zu erwarten", wurde aus der Vorlage der Abteilung Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung zitiert.

In der Ministeriumsvorlage hieß es laut "SZ", am 16. Juni sei an Bord der Fregatte Lübeck an einem Sea Lynx ein etwa 20 Zentimeter langer "Durchriss" festgestellt worden. Daraufhin sei entschieden worden, "den Flugbetrieb mit diesem Hubschraubermuster bis auf Weiteres einzustellen". Für alle Sea Lynx seien "Sonderkontrollen" eingeleitet worden. Diese hätten an drei weiteren Hubschraubern "ein ähnliches Schadensbild" und "umfangreiche Beanstandungen" bei zusätzlichen Hubschraubern ergeben.

Am 7. August sei dann der Flugbetrieb unter Auflagen wieder freigegeben worden, schrieb die Zeitung. So seien etwa das maximale Abfluggewicht verringert und zusätzliche Kontrollen angeordnet worden. "Die notwendigen Instandsetzungsmaßnahmen dauern jedoch an", hieß es in der Vorlage weiter, "so dass aktuell keines dieser Luftfahrzeuge flugklar ist". Das Dokument aus der vergangenen Woche ist dem Bericht zufolge für die neue Rüstungsstaatssekretärin Katrin Suder bestimmt, die im Auftrag von Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) das Rüstungswesen neu ordnen soll.

AFP

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