Atomkraft: FDP für 10 bis 20 Jahre Laufzeitverlängerung

Berlin - Die FDP-Spitze hat sich für eine Laufzeit-Verlängerung der Atomkraftwerke von zehn bis 20 Jahren ausgesprochen. Das erklärte Generalsekretär Christian Lindner am Montag.

Dies sei ein “mittlerer Zeitraum“, den auch Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) in der Sitzung genannt habe. Für nur vier Jahre Verlängerung würde sich der Aufwand nicht lohnen. 28 Jahre hingegen seien zu lang, um einen Druck in Richtung erneuerbare Energien aufzubauen.

Lösung in der "Mitte des mittleren Zeitraums"

Außerdem verdichte es sich, dass die tatsächliche Lösung in der Mitte des mittleren Zeitraums gefunden werde, also zwischen zehn und 20 Jahren. Lindner fügte hinzu, es gehe seiner Partei nicht darum, die Interessen der Energiewirtschaft zu befriedigen. Erforderlich sei eine “Allianz“ zwischen Kernenergie und erneuerbaren Energien. Die Atomkraftwerke müssten nachgerüstet werden, um immer auf dem Stand der Technik zu sein, ergänzte Lindner.

Außerdem müssten Zusatzgewinne abgeschöpft werden, um Geld in die Forschung für erneuerbare Energien zu stecken. Sie müssten durch bessere Speicher grundlastfähiger werden. Obendrein werde die Brennelemente-Steuer wie geplant erhoben.

Das Geld fließe in die Sanierung des Atommüll-Lagers Asse und den allgemeinen Bundeshaushalt. Lindner sagte weiter, er neige dazu, dass die Laufzeit-Verlängerung nicht vom Bundesrat abgesegnet werden müsse. Aber er wolle eine juristische Prüfung durch die Bundesregierung abwarten.

ap

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