Die Welt unter Schock

"Anschlag galt nicht nur Belgien": Reaktionen auf Terror in Brüssel

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Thomas de Maizière (CDU).

Brüssel - Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) sieht die Anschläge in Brüssel nicht nur als Angriff auf Belgien, sondern auf die gesamte EU: Die Reaktionen auf den Terror. 

Update vom 15. Juli 2016: Am französischen Nationalfeiertag hat sich in Nizza ein mutmaßlicher Terror-Anschlag ereignet: Ein Lkw raste in eine Menschenmenge, dutzende Menschen kamen ums Leben. Alle Infos zum Anschlag in Nizza finden Sie in unserem News-Ticker.

"Ein Zurückweichen darf es nicht geben", sagte de Maizière am Dienstag in Berlin. Er kündigte an, "den Kampf gegen den Terrorismus hart und entschlossen zu führen". Auch in Deutschland seien Sicherheitsvorkehrungen verschärft worden.

Bleiben Sie auch am Mittwoch in unserem Live-Ticker zu den Terroranschlägen in Brüssel auf dem Laufenden.

Der Minister äußerte sich "tief betroffen" über die Ereignisse und sprach den Betroffenen seine Solidarität aus. Die von den Attentätern ausgewählten Ziele, der internationale Flughafen von Brüssel und eine U-Bahn-Station in der Nähe der EU-Institutionen, sprächen dafür, "dass dieser Anschlag nicht nur Belgien galt", sondern "unserer Bewegungsfreiheit" und "allen, die Teil der EU sind".

Informationen über deutsche Opfer der Anschläge gab es laut de Maizière zunächst nicht, allerdings liege noch keine vollständige Lagebewertung vor. Für Deutschland seien "verstärkte Schutzmaßnahmen im Bereich der kritischen Infrastruktur" angewiesen worden, auch eine "robuste Präsenz" an solchen Orten sowie im Grenzgebiet zu Belgien, Frankreich, den Niederlanden und Luxemburg. Auch stünden die deutschen Behörden "in engstem Kontakt mit den belgischen Behörden und den EU-Institutionen".

"Wir müssen uns darauf einstellen, dass der Kampf gegen den internationalen Terrorismus lange dauert", sagte de Maizière weiter. Möglicherweise hätten jüngste Erfolge wie die Festnahmen von mutmaßlichen gewalttätigen Islamisten in Belgien sogar dazu geführt, "dass der Terrorismus Gewalt noch stärker ausübt". Dies dürfe "uns nicht davon abhalten", den Kampf dagegen entschlossen zu führen.

Bei den Bombenanschlägen in Brüssel wurden am Morgen nach offiziellen Angaben mindestens 26 Menschen getötet und viele weitere verletzt (zum Ticker). De Maizière sagte vorsichtig: "Die Zahl der Toten ist noch offen. Sie ist sehr hoch." Auch sei noch offen, ob die Angriffe abgeschlossen seien.

Bundeskanzlerin Merkel: "Die Täter sind Feinde aller Werte"

„Das Entsetzen ist ebenso grenzenlos wie die Entschlossenheit, den Terrorismus zu besiegen. Die Täter sind Feinde aller Werte, für die Europa heute steht und zu denen wir uns gemeinsam als Mitglieder der Europäischen Union bekennen. Unsere Kraft liegt in unserer Einigkeit. Und so werden sich unsere freien Gesellschaften als stärker erweisen als der Terrorismus.“

Papst betet für Opfer von Brüssel und verurteilt „blinde Gewalt“

Papst Franziskus hat den Angehörigen der Opfer der Terroranschläge von Brüssel sein tiefes Mitgefühl ausgedrückt. Er bete für sie und für die Verletzten und vertraue diejenigen, die ihr Leben verloren hätten, der Barmherzigkeit Gottes an, heißt es in einem am Dienstag veröffentlichten Beileidstelegramm von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin an den Erzbischof von Mecheln-Brüssel, Jozef De Kesel. Franziskus verurteilte erneut „die blinde Gewalt, die so viel Leid hervorruft“. Er bitte Gott um das Geschenk des Friedens, so das katholische Kirchenoberhaupt.

Gauck "tief erschüttert" über Anschläge von Brüssel

Bundespräsident Joachim Gauck hat Belgien nach den Anschlägen von Brüssel die Solidarität Deutschlands zugesagt. In einem Schreiben an den belgischen König Philippe sprach Gauck am Dienstag von "grausamen Terroranschlägen", die ihn "tief erschüttert" hätten. "Deutschland steht angesichts dieser terroristischen Gewaltakte an der Seite Belgiens", schrieb der Bundespräsident. "Gemeinsam werden wir unsere europäischen Werte, Freiheit und Demokratie, verteidigen."

Gauck erinnerte daran, dass er erst vor zwei Wochen auf Staatsbesuch in Belgien war. "Umso tiefer fühle ich mich Ihnen und Ihrem Land verbunden", schrieb er an den Monarchen. Auch im Namen der deutschen Bürger wolle er sein Beileid aussprechen: "Wir sind von den Ereignissen schockiert, teilen die Trauer des belgischen Volkes und fühlen den Schmerz der Familien und Freunde der Opfer nach." Gauck hält sich derzeit zu einem Besuch in China auf.

Steinmeier verurteilt Anschläge "auf das Herz Europas"

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat die Anschläge in Brüssel scharf verurteilt. "Sie zielen auf das Herz Europas und richten sich in ihrer verbrecherischen Heimtücke auf wehrlose Menschen", erklärte Steinmeier am Dienstag in Berlin. Den Opfern und ihren Angehörigen sprach er sein Mitgefühl aus.

Steinmeier sicherte Belgien auch "die feste Unterstützung durch Deutschland und Europa" zu. "In diesen schweren Stunden steht Europa solidarisch zusammen", versicherte der Außenminister.

"Wir rufen Reisende, die sich derzeit in Brüssel aufhalten, zu größtmöglicher Vorsicht auf", verwies Steinmeier weiter auf entsprechende Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts. Darin werden Besucher Brüssels auch aufgefordert, Menschenansammlungen zu meiden und Anweisungen der Sicherheitsbehörden Folge zu leisten.

Im Auswärtigen Amt wurde ein Krisenstab eingerichtet. Dieser stehe ebenso wie die deutsche Botschaft in Brüssel in engem Kontakt mit den belgischen Behörden, versicherte Steinmeier.

Bundesratspräsident Tillich verurteilt Anschläge

Bundesratspräsident Stanislaw Tillich (CDU) hat die Anschläge von Brüssel als einen Angriff auf all jene verurteilt, die „in Frieden und Freiheit leben wollen“. „Wir müssen als Europäer noch enger zusammenstehen und unsere Lebensart verteidigen“, erklärte der sächsische Ministerpräsident am Dienstag in Dresden. „Wir sind stärker als diejenigen, die unsere Zukunft in einem demokratischen Europa zerstören wollen.“ Seine Gedanken seinen bei den Familien und Freunden der Opfer, so Tillich weiter. „Unsere Unterstützung gilt Belgien und allen, die jetzt unseren Beistand brauchen.“

Hollande: Anschläge von Brüssel treffen ganz Europa

Frankreichs Präsident François Hollande hat dem belgischen Volk seine Solidarität erklärt. „Durch die Anschläge von Brüssel ist ganz Europa getroffen“, teilte der Staatschef am Dienstag mit. Deshalb sei es nötig, dass Europa „die notwendigen Vorkehrungen gegenüber der Schwere der Bedrohung“ ergreife. Frankreich werde den Kampf gegen Terrorismus unerbittlich fortsetzen.

Obama auf Kuba über Anschläge in Brüssel unterrichtet

„Die Gedanken und Gebete der amerikanischen Bevölkerung sind mit den Menschen in Belgien. Es ist eine Erinnerung daran, dass die Welt zusammenstehen muss. Wir werden alles tun, was notwendig ist, um unseren Freund und Verbündeten Belgien dabei zu unterstützen, diejenigen vor Gericht zu bringen, die dafür verantwortlich sind“, sagte der US-Präsident.

Er ist am Dienstagmorgen auf Kuba über die Terroranschläge in Brüssel unterrichtet worden. Die Behörden in den USA stünden in engem Kontakt mit ihren Kollegen in Belgien, erklärte ein Regierungsvertreter. Aus Sicherheitskreisen hieß es, man beobachte die Situation sehr genau und sei bereit, die Sicherheitsmaßnahmen zu erhöhen. In der Hauptstadt Washington wurden die U-Bahn-Stationen verstärkt kontrolliert. Es handele sich um eine Vorsichtsmaßnahme, eine konkrete Bedrohung gebe es nicht, teilte die Verkehrsgesellschaft WMATA auf Twitter mit.

Trump sieht sich durch Brüsseler Anschläge in hartem Kurs bestätigt

Der US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump sieht sich durch die Brüsseler Anschläge in seiner harten Linie in der Einwanderungspolitik bestätigt. Die Vereinigten Staaten müssten "sehr, sehr wachsam" darin sein, wen sie in das Land ließen, sagte der Immobilienmilliardär am Dienstag dem TV-Sender Fox News. Trump bekräftigte, dass er als Präsident einen radikalen Einwanderungsstopp verhängen würde.

Der Geschäftsmann, der im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner mit weitem Abstand vorn liegt, tritt für ein pauschales Einreiseverbot für Muslime ein. In seiner Reaktion auf die Anschläge von Brüssel sagte er, angesichts einer solchen Bedrohung würde er "die Grenzen dicht machen, bis wir herausgefunden haben, was los ist".

Französischer Premier spricht nach Anschlägen von „Kriegsakten“

Nach den Anschlägen in Brüssel hat Frankreichs Premierminister Manuel Valls den Opfern sein Mitgefühl ausgedrückt und erneut von „Kriegsakten“ gesprochen. „Ich möchte meine Solidarität gegenüber der belgischen Regierung, unseren belgischen Freunden ausdrücken, die heute Morgen in Brüssel offenkundig von mehreren Anschlägen getroffen wurden“, sagte er am Dienstag nach einem Treffen bei Präsident François Hollande im Élyséepalast. „Wir sind im Krieg. Wir erleiden in Europa seit mehreren Monaten Kriegsakte.“ Frankreichs Regierung hatte nach den Pariser Anschlägen vom 13. November 2015 immer wieder von einem Krieg gegen die Terrormiliz Islamischer Staat gesprochen.

NRW-Innenminister fürchtet nach Anschlägen "Entgleiten" Belgiens

Der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger (SPD) hat sich nach den Anschlägen von Brüssel besorgt über die Lage in Belgien gezeigt. "Erschreckend ist, dass die belgischen Behörden von den Vorbereitungen offenbar nichts mitbekommen haben", sagte Jäger am Dienstag dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Es sei zu befürchten, dass die Islamisten-Szene in Belgien "entgleitet".

Auch in Deutschland bestehe seit längerem ein konkretes Anschlagsrisiko. "Der Apparat der Sicherheitsbehörden ist bereits hochgefahren und sensibilisiert", sagte der SPD-Politiker.

Politiker der Europäischen Union: Gemeinsames Vorgehen "mit allen notwendigen Mitteln"

Die Staats- und Regierungschefs der 28 EU-Staaten sprachen in einer gemeinsamen Erklärung von einem "Angriff auf unsere offene demokratische Gesellschaft". Sie kündigten an, gemeinsam und "mit allen notwendigen Mitteln" gegen terroristische Bedrohungen vorzugehen.

Türkischer Präsident Recep Tayyip Erdoğan: "Unmenschliche Terrorangriffe"

Präsident Erdogan verurteilte "entschieden die unmenschlichen Terrorangriffe". Für Regierungschef Ahmet Davutoglu zeigen die Attacken "erneut das weltumspannende Wesen des Terrorismus".

UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon erklärt Solidarität mit Belgien

Generalsekretär Ban Ki Moon sprach von "abscheulichen Angriffen" und erklärte sich "solidarisch mit dem Volk und der Regierung in Belgien".

Linken-Chef nennt Brüssel-Anschläge „verabscheuungswürdig“

Der Linken-Vorsitzende Bernd Riexinger hat die Attentate von Brüssel mit klaren Worten verurteilt. „Diese brutale, menschenverachtende Gewalt ist zutiefst verabscheuungswürdig“, heißt es in einer am Dienstag verbreiteten Erklärung. „Der Anschlag trifft das institutionelle Zentrum Europas, das Zentrum der gemeinsamen Arbeit an Europa.“ Gleichzeitig mahnte Riexinger zur politischen Besonnenheit. Trotz der Bilder aus Belgien sei es „wichtig, vor einer Instrumentalisierung der Ereignisse zu warnen“.

Niederländischer König spricht Belgien Beileid aus

Der niederländische König Willem-Alexander hat dem belgischen König Philippe sein Mitgefühl ausgesprochen. „Die Niederlande fühlen intensiv mit den Menschen, die davon betroffen sind, und den Bürgern von Brüssel, die jetzt in Unsicherheit und Angst leben“, heißt es in einer am Dienstag in Den Haag veröffentlichten Erklärung des Königs.

Willem-Alexander sprach von einer „erneuten schweren Prüfung für Europa“: „Jetzt müssen wir unsere gemeinsame Kraft beweisen und die Werte von Freiheit und Solidarität hoch halten.“

Niederländischer Premier Rutte: Anschläge sind vorsätzlicher Mord

Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte hat die Anschläge in Brüssel aufs Schärfste verurteilt. „Dies ist vorsätzlicher Mord“, sagte Rutte in einer Erklärung am Dienstag in Den Haag. „Brüssel ist bis ins Mark getroffen, Belgien ist bis ins Mark getroffen, Europa ist bis ins Mark getroffen.“ Die Niederlande haben zur Zeit die EU-Ratspräsidentschaft und halten nach Angaben von Rutte engen Kontakt zur EU-Kommission in Brüssel.

Belgischer Regierungschef Michel verurteilt "feige Anschläge"

Die belgische Hauptstadt Brüssel ist nach Angaben des belgischen Regierungschefs Charles Michel von zwei Anschlägen getroffen worden. "Wir haben einen Terroranschlag befürchtet, und es ist passiert", sagte Michel am Dienstag in einer vom Fernsehen übertragenen Erklärung. Er verurteilte die Anschläge am Brüsseler Flughafen und in einer U-Bahn-Station im EU-Viertel als "blind, gewaltsam und feige".

Michel bestätigte, dass die Regierung die höchste Terrorwarnstufe ausgerufen hat. Die Anschläge seien ein "tragischer und schwarzer Tag" für sein Land. Michel äußerte sich an der Seite von Staatsanwalt Frédéric Van Leeuw. Dieser sagte, es habe in der Abflugzone des Flughafens zwei Explosionen gegeben, "von denen eine wahrscheinlich von einem Selbstmordattentäter verursacht wurde".

SPD-Chef Gabriel: Deutschland trauert mit den Belgiern

Nach den Anschlägen von Brüssel hat der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel den Belgiern die Solidarität Deutschlands zugesagt. „Wir stehen eng an der Seite unseres Nachbarlandes“, schrieb der Vizekanzler am Dienstag bei Facebook. „Deutschland trauert in diesen schweren Stunden gemeinsam mit der belgischen Bevölkerung.“ Gleichzeitig bekannte sich Gabriel ausdrücklich zur freiheitlichen und demokratischen Gesellschaft: „Der Terror wird Europa nicht dazu bringen, von den Werten der Humanität, der Offenheit und Freiheit abzurücken.“

Grünen-Chefin warnt vor Aktionismus nach Anschlägen

Die Grünen-Vorsitzende Simone Peter hat nach den Terroranschlägen in Brüssel vor übereilten politischen Reaktionen gewarnt. „Da hilft kein Aktionismus“, sagte Peter am Dienstag in einem ARD-Interview. Die Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden müsse sicherlich verstärkt werden. Es dürfe aber nicht sein, „dass wir Grenzen abriegeln, unsere Freiheit und die offene Gesellschaft in Frage stellen“, sagte die Parteichefin, die sich zum Zeitpunkt der Anschläge in Brüssel aufhielt.

„Der Schock war groß“, berichtete Peter über die ersten Reaktionen. Eine ihrer Mitarbeiterinnen sei erst zehn Minuten vor den Explosionen durch die Kontrollen am Flughafen gegangen.

Seehofer nennt Terrorattacken „Anschlag auf das Herz Europas“

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer hat mit großer Betroffenheit auf die Terroranschläge von Brüssel reagiert. Es handele sich um menschenverachtende Gewalttaten, sagte der CSU-Vorsitzende laut Staatskanzlei am Dienstag in München. „Die Attentäter haben mit den heutigen Anschlägen in Brüssel bewusst auf das Herz Europas gezielt und ihren blinden Hass auf unsere europäischen Werte gezeigt: auf unsere Demokratie und unsere Freiheitsrechte.“

Seehofer sagte, Europa dürfe jetzt nicht zulassen, dass Angst und Verunsicherung um sich griffen. „Wir müssen wachsam sein und gemeinsam in Europa alles dafür tun, um Terrorismus zu bekämpfen und solche grausamen Taten zu verhindern. Wir müssen jetzt in enger Solidarität zusammenstehen“, sagte der Ministerpräsident.

EU-Ratspräsident Donald Tusk ist erschüttert

„Ich bin erschüttert über die Bombenanschläge am Airport Zaventem und im Europäischen Distrikt von Brüssel, die unschuldige Menschen das Leben gekostet und viele weitere verletzt haben. (...) Die EU (...) übernimmt Verantwortung, um Brüssel, Belgien und Europa als Ganzes gegen die terroristische Bedrohung zu helfen, der wir alle gegenüberstehen.“

Europaabgeordnete Krehl sitzt in Brüssel fest - „Das ist bestürzend“

Die Leipziger Europaabgeordnete Constanze Krehl (SPD) sitzt nach den Terroranschlägen in Brüssel fest. Sie halte sich in ihrem Büro im Parlament auf, sagte Krehl. „Es gibt eine Sicherheitsanweisung des Generalsekretärs des Parlaments: Alle die hier sind, sollen hier bleiben.“ Sie habe daher wenig Überblick, was in der Stadt los sei, höre und sehe die Nachrichten. „Das ist real existierender Terrorismus.“ Alle stünden unter Schock.

„Das ist bestürzend“, sagte Krehl. „Terrorismus ist so etwas Feiges. Es ist nicht die direkte Auseinandersetzung, man nimmt billigend Tote in Kauf.“

Nach den Anschlägen von Paris habe es in Belgien und speziell in Brüssel eine erhöhte Polizei- und Militärpräsenz gegeben. „Das ist okay, das akzeptiert jeder.“ Es sei den Fahndern ja auch gelungen, Terrorverdächtige festzunehmen. „Ich fürchte, das ist die Antwort der Terroristen“, sagte Krehl der Deutschen Presse-Agentur in einem Telefongespräch am Dienstag. Man dürfe sich vom Terror jedoch nicht in die Knie zwingen lassen: „Wir müssen uns hier durchsetzen.“

Eigentlich habe sie am Dienstagmittag von Brüssel aus nach Leipzig fliegen wollen, sagte Krehl. Bevor sie zum Flughafen aufbrach, hätten sie jedoch die ersten Informationen über die Anschläge erreicht.

Benjamin Netanjahu: "Was sie wollen, ist unsere völlige Zerstörung und ihre totale Dominanz" 

„Der einzige Weg, diese Terroristen zu besiegen, ist es, zusammenzustehen und gemeinsam zu kämpfen. Es ist nicht so, dass wir ihnen Brüssel anbieten können, oder Istanbul oder Kalifornien oder sogar das Westjordanland. Was sie wollen, ist unsere völlige Zerstörung und ihre totale Dominanz.“

Al-Ashar: Anschläge in Brüssel verletzen Lehren des Islams

Die islamische Al-Ashar-Universität in Kairo hat die tödlichen Anschläge in Brüssel scharf verurteilt. Diese "gehässigen Verbrechen" verletzten die "toleranten Lehren des Islams", erklärte die höchste Autorität des sunnitischen Islam am Dienstag. "Wenn die internationale Gemeinschaft dieser Epidemie nicht vereint entgegentritt, werden die Korrupten niemals aufhören, ihre abscheulichen Verbrechen gegen Unschuldige zu verüben."

Auch das ägyptische Außenministerium verurteilt die Anschläge und forderte "schnelle und effiziente Maßnahmen", um "die Finanzierung und Rekrutierung von Terrorgruppen" zu bekämpfen.

Eiffelturm erstrahlt nach Anschlägen in Brüssel in belgischen Nationalfarben

Nach den Anschlägen in Brüssel soll der Pariser Eiffelturm aus Solidarität mit dem Nachbarland am Dienstagabend in den belgischen Nationalfarben angestrahlt werden. Dies geschehe zur Würdigung "der Opfer, ihrer Angehörigen und des gesamten belgischen Volkes", erklärte die Bürgermeisterin der französischen Hauptstadt, Anne Hidalgo. Sie habe mit dem Brüsseler Bürgermeister Yvan Mayeur telefoniert und ihm versichert, "dass wir den Schmerz und das Leid teilen".

dpa/AFP

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