Im Kugelhagel zusammengesackt

Tragödie in Rio: Mann stirbt bei Karnevalsumzug 

Rio de Janeiro - Bei einem Karnevalsumzug in Rio ist ein 24 Jahre alter Mann getötet worden. Er war im Kugelhagel zusammengesackt, mehrere Täter hatten auf die tanzenden Menschen geschossen.

Am Rande eines Karnevalsumzugs im Zentrum Rio de Janeiros ist ein 24 Jahre alter Mann getötet worden. Wenige Tage vor dem Start des großen Sambakarnevals eröffneten mehrere Personen aus bisher unbekanntem Grund am Samstag plötzlich das Feuer, berichtete das Portal „O Globo“. Fotos zeigen, wie ein Mann bedeckt mit einem roten Tuch tot an den Gleisen der bekannten Straßenbahn liegt, die durch das Bohemeviertel Santa Teresa führt.

Mindestens drei Menschen wurden verletzt, unter anderem durch Schussverletzungen am Bein. „Sie kamen, schossen und gingen danach normal die Straße herunter“, berichtete eine Augenzeugin. „Es waren fünf oder sechs Schüsse“. Nach der Tat kam es zu Konfusion.

Der Umzug wurde nach Schätzungen von rund 5000 Menschen besucht. Zuletzt war die Mordrate in der Olympiastadt auf den niedrigsten Stand seit Beginn der systematischen Erfassung gesunken: 2015 gab es 1202 Morde in Rio. Die höchste Rate gab es 1994 mit 4081 Morden.

dpa

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