Riesen-Glück im Unglück

Mann rammt Auto und rettet Mutter durch Unfall das Leben

Doncaster - Ein tragischer Zufall rettete einer Mutter aus Großbritannien das Leben: Sie wurde auf der Straße von einem Auto gerammt, wurde leicht verletzt und musste in eine Klinik - und das rettete ihr das Leben.

Für Tania Kemble-Smith aus dem britischen Doncaster war es ein ganz normaler Tag im Juni dieses Jahres: Die 38-Jährige wollte ihre zwölfjährige Tochter Siena wie jeden Tag mit dem Auto von der Schule abholen. Doch gerade als Kemble-Smith eine Straße überquerte, wurde ihr Fiat mit voller Wucht von einem Unbekannten gerammt. Wie der Mirror berichtet, dachte der Fahrer des Unfallwagens gar nicht daran, der jungen Mutter zu helfen, sondern fuhr einfach weiter. 

Die 38-Jährige zog sich zwar nur leichte Verletzungen zu, entschied sich aber dennoch dazu, sich von einem Doktor untersuchen zu lassen. Sie rechnete keineswegs damit, dass etwas entdecken würde. Doch genau so kam es schlussendlich: Bei der Physiotherapie entdeckte der Therapeut einen Knoten bei Kemble-Smith. Kurz darauf folgte die schockierende Diagnose: Die junge Mutter litt an einer seltenen Form von Eierstockkrebs. 

„Der Unfall hat mein Leben gerettet“

Die Krankheit hatte bereits das dritte Stadium erreicht und stand damit kurz vor dem Endstadium - ein schwerer Schock für Kemble-Smith und ihre Familie. Doch die 38-Jährige dachte gar nicht ans Aufgeben: Sie unterzog sich einer Chemotherapie - und besiegte den Krebs.

In dem Unfallfahrer, der sie nach dem Crash einfach allein gelassen hatte, sieht Kemble-Smith in gewisser Weise einen Schutzengel: „Wenn ich nicht genau dort gewesen wäre, hätte ich nie gewusst, was ich jetzt weiß“, sagte sie dem Mirror. „Rückblickend war es ein getarnter Segen.“ Wäre der Krebs erst später entdeckt worden, hätte die Mutter wohl nicht überlebt. „Der Unfall hat mein Leben gerettet“, sagt sie. „Es gab zu dieser Zeit nichts, was mich dazu bewegt hätte, zu einem Doktor zu gehen.“ 

Der feige Unfallverursacher wurde übrigens bis heute nicht gefasst. Doch das dürfte Kemble-Smith und ihrer Familie nach dem glücklichen Ausgang der schweren Krankheit nun ziemlich egal sein. 

Auf Facebook setzt Kemble-Smith jetzt auch ein Zeichen gegen den Krebs und unterstützt die Kampagne „Stand up to cancer“ (“Biete dem Krebs die Stirn“).

sb

Rubriklistenbild: © Facebook/Tania Kemble-Smith

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