Kampf gegen Korruption

Papst verschärft Kontrolle der Vatikanbank

Rom - Papst Franziskus hat in einem Dekret vom Donnerstag das Gesetz gegen "Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen" verschärft.

Mit einer Reihe von Reformen versucht das katholische Kirchenoberhaupt, den durch undurchsichtige Finanzgeschäfte ramponierten Ruf der skandalgeschüttelten Vatikanbank zu verbessern.

Demnach sollen die Gesetze des Vatikanstaats auf untergeordnete Ministerien und Institutionen sowie ihnen angeschlossene gemeinnützige Organisationen wie die Caritas ausgeweitet werden. Darüber hinaus stärkte Franziskus die Kompetenzen der Finanzaufsichtsbehörde "als Antwort auf eine Empfehlung des 'Moneyval'-Komitees": Der Expertenausschuss des Europarats hatte den Kirchenstaat vor einem Jahr zu mehr Anstrengungen im Kampf gegen Geldwäsche aufgerufen. Die genauen Maßnahmen des Vatikans sollen im Herbst bekannt gegeben werden.

Bilder aus dem Leben von Papst Franziskus

Bilder aus dem Leben von Papst Franziskus

In der Vergangenheit hatten italienischen Medien immer wieder über dubiose Finanzgeschäfte der Vatikanbank berichtet, deren Anonymität vom kriminellen Milieu zur Geldwäsche genutzt werde. Erst im Juni war ein Prälat festgenommen worden, der in der Vermögensverwaltung des Vatikans arbeitete. Er soll Schwarzgeld über sein Konto bei der Vatikan-Bank gewaschen haben.

AFP

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