Am helllichten Tag

Mitten in New York: Dreister Dieb klaut Goldbehälter im Millionenwert 

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Auf den Videoaufnahmen ist zu sehen, wie der Mann mit einem mit Goldflocken gefüllten Eimer davongeht.

New York - Große Diebstähle werden oft genau geplant, doch manchmal passieren sie im Vorbeigehen. Der Mann, der sich einen Eimer Goldflocken aus einem Lieferwagen greift, traf die Entscheidung womöglich erst Sekunden vorher.

Ein Topf voll Gold ist eigentlich am Ende eines Regenbogens zu finden - oder in einem auf offener Straße geparkten Lieferwagen im New Yorker Stadtteil Manhattan. Die Polizei sucht nach einem Mann, der am helllichten Tag völlig ungehindert einen mit Goldflocken im Wert von 1,6 Millionen Dollar (1,5 Mio Euro) gefüllten Eimer von einer Ladefläche gestohlen hat. Die Polizei veröffentlichte Videoaufnahmen der mutmaßlichen Tat, die bereits Ende September stattfand, und bat um Hinweise. Die Fahndung sei bisher erfolglos und ohne Festnahmen verlaufen, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag.

Der wertvolle Eimer blieb einen Moment unbeobachtet, als der Wachmann kurz zur Fahrerkabine des geparkten Wagens ging, wie die New York Times unter Berufung auf die Polizei berichtete. Möglicherweise wusste der Täter überhaupt nicht, was genau sich in dem Eimer befand, hatte aber einen Verdacht. „Hier hat jemand eine Gelegenheit gesehen, den Eimer geschnappt und ist damit wegspaziert“, zitierte der Sender WNBC Polizeisprecher Martin Pastor. Vermutlich habe der Dieb erst später erkannt, was genau er da erbeutet hatte.

Mit dem knapp 40 Kilogramm schweren Eimer benötigte der Mann eine knappe Stunde für eine Strecke, die man zu Fuß normalerweise in zehn Minuten zurücklegt, wie Videoaufnahmen entlang der Straße zeigen. Zwischendurch legte er kurze Verschnaufpausen ein und setzte die Beute auf dem Boden ab.

So ging er vergleichsweise gelassen durch das stets belebte Büro-, Einkaufs- und Wohnviertel Midtown in Manhattan, ehe er aus dem Bereich der Kameras verschwand. Die Polizei vermutet, dass der Mann sich mittlerweile im Südstaat Florida aufhält.

dpa

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