Still-Skandal in der Schweiz

Mutter ließ Siebenjährige an ihrer Brust nuckeln - Anklage

Zürich - Mit spätestens zwei Jahren sind Kinder normalerweise abgestillt. Eine Mutter in der Schweiz hat ihrer Tochter jedoch noch die Brust gegeben, als diese bereits sieben war. Das hat juristische Folgen.

Wegen des Verdachts einer „sexuellen Handlung“ muss sich die Mutter demnächst vor dem Bezirksgericht Dietikon bei Zürich verantworten. Der Vater wurde am Mittwoch bereits als Mittäter zu einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu 30 Franken (27,50 Euro) auf Bewährung verurteilt. Muttermilch produzierte die Frau schon lange nicht mehr.

Laut Strafbefehl hat der Mann zwar sein Missfallen über die Handlungen der Mutter geäußert, „allerdings hat er über mehrere Jahre hinweg keine weiteren Schritte unternommen, um diesem Tun seiner Frau Einhalt zu gebieten“. Laut Staatsanwaltschaft hat die Frau ihre normal entwickelte Tochter regelmäßig jeweils 20 Minuten an ihrer Brust nuckeln lassen.

Der Fall flog auf, als die Mutter ihren Mann verließ und dieser seine Ex-Lebenspartnerin anzeigte. Die Staatsanwaltschaft leitete daraufhin Ermittlungen gegen beide Elternteile ein.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rät, Kinder in den ersten sechs Monaten ausschließlich zu stillen. Nach Bedarf sollte es danach bis zum zweiten Geburtstag fortgesetzt werden. 

Streitthema Stillen in der Öffentlichkeit

dpa

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