Mörder der Müllsortiererin erhält lebenslange Haftstrafe

Berlin - Im Prozess um die Tötung einer 26-jährigen Müllsortiererin hat das Landgericht Berlin den Angeklagten zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.

Der 24-jährige Mann wurde am Donnerstag des Mordes in Tateinheit mit besonders schwerer Vergewaltigung schuldig gesprochen. Zugleich wurde die besondere Schwere der Schuld festgestellt. Das Gericht folgte damit dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Der Täter, der im Prozess ein Geständnis ablegte, hatte im Januar seiner Kollegin nach der Spätschicht aufgelauert und sie erstochen.

Ihre Leiche wurde drei Tage später in einem Container für Altmetall gefunden. Ein Gutachter hatte den Angeklagten für voll schuldfähig erklärt. Der 24-Jährige sei zwar “gefühlskalt“ und leide unter einer “schizoiden Persönlichkeitsstörung mit paranoiden und dissozialen Zügen“. Diese Störungen hätten aber keinen Krankheitswert. Nach Ansicht der Verteidigung sollte für den Angeklagten die Möglichkeit offen bleiben, nach 15 Jahren über eine Freilassung zu beraten. Das wäre für ihn ein “Licht am Ende eines sehr, sehr langen Tunnels“.

DAPD

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