Mann wirft Visitenkarte weg: Blasphemie-Anklage

Karachi - Im Süden Pakistans ist ein muslimischer Arzt wegen des Vorwurfs der Gotteslästerung verhaftet worden.

Der Mann aus der Stadt Hyderabad wurde beschuldigt, die Visitenkarte eines Pharmavertreters, der den Vornamen des Propheten Mohammed trägt, weggeworfen zu haben und sich so der Blasphemie schuldig gemacht zu haben. Der Mann wurde bereits am Freitag festgenommen, ob er tatsächlich angeklagt werde, stand aus, wie ein Sprecher der Polizei mitteilte.

Kritiker argumentieren, das Gesetz gegen Gotteslästerung gehöre wegen des oftmaligen Missbrauchs, um persönlich Differenzen auszutragen, abgeschafft.

Zuletzt sorgte der Fall von Asia Bibi für Schlagzeilen, die von einem pakistanischen Gericht wegen Verunglimpfung des Islams zum Tode verurteilt wurde. Menschenrechtsgruppen und sogar Papst Benedikt XVI. setzten sich für ihre Begnadigung ein. Die Todesurteile in solchen Fällen werden jedoch meist aufgehoben und nie vollstreckt.

dapd

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